Hallo meine Lieben,
ich habe alles gelesen, was ihr geschrieben habt und eure Anteilnahme ist wirklich umwerfend, deswegen möchte ich mich kurz bei euch melden.
Habe irgendwie das Gefühl, als sei ich euch das schuldig.
Ja, wir haben unseren Theo Samstag Abend gehen lassen müssen und die Lücke, die er hinterlassen hat, ist riesig.
Mir kommt es alles noch so unwirklich vor.
Aber für Theo war es gut so.
Die letzten Tage waren so schwer für ihn, dass wir jeden Tag mit ihm gelitten haben.
Als wir ihm Samstag gesagt haben, er könne ruhig zu den Sternenkindern gehen, wenn es für ihn einfacher wäre, hat man irgendwie eine Erleichterung gespürt.
Ich kann das ganz schwer beschreiben.
Es war fast so, als hätten wir ihm eine Last abgenommen.
Seine Atmung wurde immer ruhiger und irgendwie ist er dann in unseren Armen einfach eingeschlafen.
Er durft gehen, wir haben ihn gehen lassen, auch wenn unser Herz immer noch weint, ja schreit vor Schmerz.
Ich glaube an Gott und ich glaube daran, dass es Theo dort oben gut geht.
Er war hier, ein paar Tage durften wir ihn "haben" und diese Tage waren, auch wenn sie schwer waren, das Beste, was er mir geben konnte und dafür bin ich sehr dankbar.
Theo wird in seinem Bruder und in unseren Herzen immer weiterleben.
Emil gibt uns großen Halt, obwohl er davon nicht mitbekommt, ist er doch der Grund, warum wir auch in diesen schweren Stunden etwas lächeln können.
Ich habe gelesen, dass ihr uns gerne etwas zukommen lassen wollt.
Ich finde das furchtbar lieb und nett von euch, und mir laufen auch gerade jetzt Tränen über das Gesicht, weil ich euch so dafür danke
Aber mein Mann hat ein Problem damit
Wir wissen nicht so genau, wie wir mit allem umgehen sollen.
Mit der Trauer, mit der riesigen Anteilnahme und den vielen Anrufen und Besuchen.
Vielleicht überfordert und das alles gerade auch einfach.
Seit mir bitte nicht böse, aber ich möchte den Wunsch meines Mannes akzeptieren.
Ich denke, Daniel und ich müssen erst für uns selbst den Verlust realisieren.
Wir müssen akzeptieren, dass eines der Bettchen, die im Kinderzimmer stehen, unbesetzt bleiben wird.
Das dieser kleine Mensch, unser Theo, um den wir so gekämpft haben, jetzt nicht mehr bei uns ist.
Ich weiß nicht mehr, was ich schreiben und sagen soll...
Ich danke euch einfach von ganzem Herzen.
Jetzt kommen wir gerade vom Arzt, der uns für morgen ein paar Tabletten zu beruhigung gegeben hat, die wir nehmen können, wenn wir das wollen.
Aber ich will das nicht.
Ich will ich sein, wenn wir Theo morgen beerdigen.
ICh will weinen dürfen und trauern dürfen, so wie ich es will.
Meine Lieben, ich danke euch vielmals für eure große Anteilnahme.

Machts gut und passt auf euch auf.
Kathrin