Halloooo,
also ich habe jetzt nochmal ne Mail direkt ans DRK geschickt... weil in dem Buch was anderes steht wie bei der Internetseite vom DRK... also im Buch steht es so, wie ich es hier beschrieben habe - im Internet steht 15 x Herzdruckmassage und 3 x beatmen usw.
Das war die Antwort - sehr nett und informativ - also weiss ich jetzt sicher, daß ich es richtig mache, FALLS ich es machen muss - was hoffentlich hoffentlich hoffentlich nie passiert.
Zettel ist schon im Untensilo am Babybett...
richtig ist beides, die Information, die Ihnen in dem Buch vorliegt richtet sich an den Laienhelfer, die Information, die auf unseren Seiten steht, richtet sich an den "Profi-Helfer" (=medizinisches Fachpersonal). Allerdings sollten wir wohl, die Information in Richtung Laienhelfer ändern. Vielen Dank für den Hinweis.
Zum Hintergrund, die Richtlinien zur HLW, wurden in den letzten Jahren mehrfach überarbeitet, immer mit dem Ziel, die Anwendung für den Laien Helfer immer einfacher zu gestalten, hierzu gehört auch die Einführung des einheitlichen 30:2 Rythmus. Das Ziel dieser Vereinfachung ist, dass der Laie sich möglichst wenig merken muss, damit er, wenn die Verlegenheit kommt, sein Wissen anwenden und möglichst effektiv helfen kann.
Zum Herz-Kreislaufstillstand bei Säuglingen und Kleinkindern - in den meisten Fällen (>80%) sind solche Stillstände respiratorischer Natur (=Problem mit der Atmung, meist Verlegung der engen Atemwege), d.h. dass in vielen Fällen durch Atemspende schon eine Besserung erreicht werden kann, das Herz-Kreislauf System springt nach erfolgter Atemspende oft von selbst wieder an. Bei Erwachsenen sind solche Stillstände in den meisten Fällen cardialer Natur (=Problem mit dem Herz), dort ist vor allem die Herzdruckmassage hilfreich. Allerdings wird bei Erwachsenen so gut wie nie, die Hilfe des Laienhelfers zu einer wirklichen Besserung des Zustandes führen, hier wird versucht die Zeit bis zum Eintreffen professioneller Hilfe, mit möglichst geringer Schädigung des Hirnes, zu überbrücken, solche Stillstände sind i.d.R. nur durch medikamentöse Therapie zu durchbrechen.
Wichtig bei jedem Stillstand, vergessen Sie nie den Notruf und lassen sich von Profis helfen!
Was Sie im Falle eines Falles machen, 15:3 oder 30:2 ist mehr oder weniger egal, beides wird dem Kind mehr oder weniger gleichwertig helfen, die Unterschiede sind eher akademischer Natur. Auf jeden Fall wünsche ich Ihnen, dass Sie nie in die Verlegenheit kommen, es tatsächlich anwenden zu müssen, was aber auch der Regelfall ist.
Ich wünsche Ihnen eine angenehme, problemlose Restschwangerschaft und danach viel Spaß mit Ihrem neuen Zwerg.
Mit freundlichen Grüßen aus dem verregneten Franken
Bernd Herrmann
Leiter BRK Bereitschaft Stein
Fachdienstleiter Betreuung im KV Fürth
Bayerisches Rotes Kreuz
Kreisverband Fürth
Körperschaft des öffentlichen Rechts
Bereitschaft Stein