Autor Thema: Heimliche Hausgeburt Erfahrungsbericht  (Gelesen 3310 mal)

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Offline ulusutina

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Heimliche Hausgeburt Erfahrungsbericht
« am: 15. Juli 2015, 17:39:57 »
Heimliche Hausgeburt.
 Nun sind mehr als ein Jahr vergangen in denen ich stillschweigend darüber war was im April 2014 geschah.
Ich habe bereits einen Sohn gesund zu Welt gebracht und auch damals hatte ich das Gefühl als es los ging, dass ich nicht ins Krankenhaus wollte, wobei ich vorher keinerlei Gedanken an eine Hausgeburt „verschwendet“ hatte, Nun ja da war ich 22 Jahre wusste nicht was mich erwartet und hatte keine Hebamme und daher ging´s ab ins Krankenhaus.
Die Geburt verlief ziemlich schnell, ich traf dort gegen 20 Uhr ein und der Kleine war gegen 1 Uhr auf der Welt, aber ich fühlte mich nicht geborgen und war total unsicher, hörte nicht auf meine innere Stimme sondern lag wie ein Käfer auf dem Rücken und die Hebamme u Ärztin riefen PPPRRRREEESSSENNN. Ich wusste das wenn ich ihn jetzt rauspressen würde, dass ich aufreißen würde. Aber weil die Ladies so vehement Motivierten- presste ich so stark ich konnte und meine Sch*ei*de riss in viele kleine und große Risse auf. Resultat ich wurde 2 Stunden genäht direkt nach der Geburt und hatte mein kleinen Mann nackt die ganze Zeit auf mir liegen, er konnte nicht trinken und was danach folgte waren 1,5 Jahre ohne Schlaf länger als 2 Stunden und viel verzweifelte Weinerei. Ich war am Ende. Nun ich bin ein Mensch, der sich sehr zurück nimmt, ich sagte zwar müssen wir mich jetzt nähen, aber die Antwort war „ja, später haben sie nicht mehr Lust dazu“.  Der ganze Weitere Aufenthalt im Krankenhaus war so unnatürlich, ich wollte durch mein schreiendes Baby niemanden stören bekam Kohl und fettes Fleisch serviert, was ich nicht runter bekam, füllte mich so traurig und verzweifelt und verlor immer mehr Kraft. Die Krankenschwestern waren lieb, nur wusste jeder was zu sagen und ihre Meinungen waren alle anders: „Das Kind darf nicht 6 Stunden schlafen, Sie müssen es wecken, sonst verhungert es.“ „ Lassen sie ihr Kind schlafen es kommt schon wenn es hunger hat“,  „sie müssen es regelmässig anlegen, sonst bekommen sie nie Milch“. ALLES RICHTIG UND ALLES SO DUMM UND FALSCH.
Ich konnte 6 Wochen nach der Geburt meine Blase noch immer nicht kontrollieren, und hatte unglaubliche Schmerzen weit darüber hinaus. Es hätte nicht sein müssen.
Nun zu dem was ich daraus lernte und bei der zweiten Geburt anders machte:
Zweite Schwangerschaft: Hebamme: nun entschied ich vorzusorgen und suchte mir eine Hebamme aus, die wirklich wunderbar war, leider nicht für Hausgeburten ausgestattet ist, aber das war mir egal.

Ich hatte die ganze Zeit den Wunsch zu Hause zu entbinden. Nur mein Mann und auch seine Familie waren absolut dagegen, sodass ich im ständigen Konflikt war, ich wollte doch zu Hause sein bei meinem 3 Jährigen Sohn und meinem gemütlichen Nest. Schlafen wann ich will essen wann ich will aussehen wie ich will. Einfach geborgen daheim sein, da wo ein Kind gut auf die Welt kommen kann ohne Maßband und Waage und Untersuchungen und und und…eine Geburt so natürlich wie möglich, ganz dem Gefühl vertrauen, ohne äußeren Einflüsse. Ich wollte diE Geburt immer ganz intensiv beobachten& erleben, da ich finde es ist das Beeindruckendste was man je erleben kann und auch deshalb wollte ich nicht ins Krankenhaus, ich wollte dieses wundervolle Ereignis zu etwas ganz besonderem machen.

Offline ulusutina

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Antw:Heimliche Hausgeburt Erfahrungsbericht
« Antwort #1 am: 15. Juli 2015, 17:41:07 »
Fortsetzung: Aber was geschah:
Ich ging entgegen aller Erwartungen über die Zeit.. und dann auch zu allem Überfluss noch über die bekannte eine Woche nach der im Saarland eingeleitet werden will.
Und mein Mann wollte partu immer noch keine Hausgeburt, langsam fingen alle an mich zu nerven, „Ist es immernoch nicht da?“… NEIN „Man er lässt sich aber Zeit“… JA ….
Oh mann ich war so gereizt und genervt und aaahhh. Ich zog den Stecker vom Telefon, schaltete mein Handy aus und wollte von nichts hören oder sehen.  Ich verlor regelmäßig meine Nerven.
Meine Schwiegereltern wussten um meine „törichte “´Idee der Hausgeburt und wollten mir das austreiben, so vereinbarten sie –gutgemeint- hinter meinem Rücken einen Termin in dem Krankenhaus beim Chefarzt, der zu ihrem Freundeskreis gehört, damit ich auch die bestmögliche Behandlung bekommen sollte. ich fühlte mich zunehmendes unter Druck gesetzt, möglich dass es deshalb so lang dauerte bis unser Kleiner auf die Welt kommen sollte.
Ich fragte mich, ob die anderen wirklich Recht haben und ob es ein zu großes Risiko ist und ich fragte mich weiter, ob ich denn damit leben könnte, wenn mein Kind wegen meines Handels nicht am Leben bleiben könnte und ob mein Mann mir das Verzeihen könnte.
Mädels, ich war fertig es war nicht schön, ich war ein nervliches Wrack hin und hergerissen. Heute begreife ich nicht mehr, wie extrem es sich angefühlt hat und warum ich sooo gegen ein Krankenhaus war, für mich stand fest wenn ich ins Krankenhaus gehe, dann gibt’s eine Katastrophe und wenn ich nicht gehen und gegen den Willen meines Mannes handle wird’s auch ne Katastrophe. Ich fühlte die Katastrophen regelrecht. Mit dem Verstand schwer zu begreifen ;)
Ich wusste einfach nicht was ich tun sollte.
Nunja voller Konflikten ging ich raus an den Waldrand auf eine Wiese und legte mich einfach auf die Erde und schaute in den Himmel breitete meine Arme weit aus und lies einfach die Gedanken kommen und gehen und auf einmal war alles klar vor meinen Augen.
Ich gehe nicht zu dem Termin der für mich arrangiert wurde. Nein ich folge meinem Gefühl und wenn es mir sagen sollte  geh ins Krankenhaus dann geh ich- wenn nicht -bleibe ich.
So viel zur Theorie. Zurück in unserem Haushalt überkamen mich wieder die Ängste.
Und irgendwann war für mich klar, dass ich meinem Sohn die Chance gebe, seine erste Hürde selbst zu meistern, denn es werden so viele in seinem Leben auf ihn zukommen, dass dies seine Prüfung ist.
Ich wollte kein Kind künstlich erhalten sodass es dann sein Leben lang benachteiligt wäre und seine Schwäche an seine Kinder weiter gibt. * Selektion* nennt man das glaube ich. Nunja das klingt vielleicht hart aber es war der Schluss zu dem ich gekommen bin. Vielleicht sollte ich sagen, dass ich auf dem Bauernhof großgeworden bin und gesehen habe, dass oft wenn wir eingegriffen haben und die Schäfchen aufgepäppelt haben sie oft wenn auch nicht immer benachteiligt waren, wenn sie eine Schädigung oder Behinderung hatten. Bei manchen mussten wir ihnen sogar helfen den Leidensweg später zu beenden, was total traurig war und mir sehr wehtat.


Offline ulusutina

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Antw:Heimliche Hausgeburt Erfahrungsbericht
« Antwort #2 am: 15. Juli 2015, 17:41:52 »
Fortsetzung 3:Zurück: also theoretisch war die Prüfung für den Kleinen  also in mir eingeordnet -nur da ich super sensibel bin hatte ich einfach Angst ob ich wirklich damit leben könnte und je wieder schlafen könnte sollte was passieren.
Nun es nährte sich der nächste Vollmond, ich war dann auf Wunsch meiner Hebamme (gegen mein Gefühl) nochmal zum Arzt gegangen und sie sagte normal würde jetzt eingeleitet, ich sagte ihr aber, dass ich das nicht möchte, und sie erzählte mir noch, dass es sein kann, dass dann nicht genug Sauerstoff für die Kleinen sein kann wenn sie geboren werden sie aber schaut, ob ich genug Fruchtwasser habe, es war nichtmehr viel  aber sie sagte wenn es mein Wunsch ist kann sie nichts machen, es bräuchte bei mir nicht viel nur einen kleinen Anstups mit dem Wehentropf. Schon der Gedanke allein lies mich innerlich zusammenfahren.  Sie meinte noch beiläufig früher wären 2 Wochen über die Zeit ganz normal gehandhabt worden, aber heute macht man das aus Sicherheitsgründen nichtmehr.
Sie sagte noch wenn ich Wehen hätte könnte ich noch zu Hause bleiben Ich sollte nur, falls die Fruchtblase platzt direkt ins Krankenhaus kommen.
So legte ich mich dann am 8. Tag drüber abends total erledigt ins Bett es war gegen 21: 30 Uhr und wollte schlafen als alle paar Minuten eine Wehe anfing mich zu nerven. Ich war wirklich müde, da der Tage so voll war, dass ich echt schlafen musste um Kraft zu tanken. Und schwapp mit einer Wehe floss etwas Flüssiges aus mir heraus, ein bisschen nur, und schwapp bei der nächsten schon wieder. Schwapp kontinuierlich mehr. Nun ich habe ja schon ein Kind bekommen, also wird das jetzt die Fruchtblase sein sagte mir meine Erfahrung. Oh Verdammt__ dachte ich, die Wehen reichen nie und nimmer um ein Kind auf die Welt zubringen. Mensch Tina kann es nicht einfach mal einfach sein.- muss ich mich schon wieder gegen die Empfehlung der Experten auflehnen. Innerlich Fluchte ich noch ein wenig und beschwerte mich bei mir selbst und meinem Schicksal, aber alles half nichts.
Nun begann mein innerer Konflikt langsam schlimmer zu werden und jetzt war er auch da der Berühmte „durchfall“ vor der Geburt. Ich beschloss mich noch zu entleeren und dann meinen Mann zu wecken.
Es dauerte nicht lange, da saß ich auf der Toilette und die Wehen wurden immer stärker. Ich schaute raus ins Dunkle den Vollmond an und fröstelte bei dem Gedanken da gleich raus in die Kälte zu müssen meine mollig warme Wohnung hinter mir zu lassen meine Männer zurückzulassen und ins sterile grelle Krankenhaus zu gehen, wohin mich wirklich nichts zieht außer dem Wunsch meines Mannes.
Und da sprachen meine Gedanken „ Oh bitte: Ich möchte zuhause bei meiner Familie sein Bitte, ich will hier nicht weg. Ich möchte hier sein“
 JA und ich blieb.

Offline ulusutina

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Antw:Heimliche Hausgeburt Erfahrungsbericht
« Antwort #3 am: 15. Juli 2015, 17:42:30 »
Fortsetzung 4 Ich weiß wenn mein Mann aufgewacht wäre hätte er die Nerven verloren und den Krankenwagen gerufen und hätte mich schrecklich durcheinander gebracht Unruhe reingebracht unseren Sohn geweckt zu den Großeltern geschleift und und und. Es war einfach nahe liegend ihn schlafen zu lassen. Aber das tat ich nicht ohne schlechtes Gewissen, jetzt war der Entschluss da. Jetzt musste also schnell der Kleine auf die Welt gebracht werden, bevor die Nacht vorbei war.
Also los. Ich holte ne Menge Handtücher (aus dem Schlafzimmer in dem mein Mann schlief )und Plastiktüten damit ich nicht den Teppich versaue, legte die Bettdecke mit drunter, sodass ich es gemütlich haben würde. HAHA ne gemütliche Geburt klingt doch super oder? Ratet mal ob ich lange dort verweilte ;)
 Ich tigerte immer zwischen Toilette und Wohnzimmer umher, zwischen Stuhlgang und Kerzenschein und Musik zog ich mich an den Türrahmen hoch und musste oft innehalten, wenn die Wehen so stark wurden. Ich schaute ständig auf die Uhr und dacht nur ständig beeil dich, kurz vor Mitternacht wusste ich dann das es also nichtmehr der tolle 14.04.2014 werden würde, ich schaute den Vollmond an und bitte ihn mir zu helfen, „bitte hilf mir doch“
Und da ging die Türe vom Schlafzimmer ins Schloss: mir blieb fast das Herz stehen,
-   doch es kam niemand. Mein Mann hatte die Tür wohl nur richtig zugemacht. * Aufatmen*
Die Wehen wurden immer intensiver, und weil ich aber so müde war, ließ ich mich immer wenn die Wehen nachliesen mich aufs Sofa halb fallen, und fiel direkt in einen tiefen Schlaf für Sekunden und dann baute sich die nächste Wehe auf und ich war wieder auf den Beinen. Es hielt sich im Stehen bzw vorgebeugt am besten aushalten zum Schluss- vorher war ich noch gekniet und dehnte mich immer und bewegt mich super viel um den kleinen durch zuschieben (ich sagte später zu ner Freundin, wenn du ein Kind  bekommst beweg dich, es ist wie als wenn du zu faul bist die Hose aufzumachen beim Anziehen. Du versuchst die zu enge Hose geschlossen hochzuziehen, das geht auch nur wenn du dich in alle Richtungen windest, so tat ich es auch) als die Wehen heftiger wurden brüllte ich mich gedanklich an: Ahah Tina, das ist es also was du so unbedingt erleben wolltest, ist das hier das wundervolle Erlebnis, duu bist so dämlich, ja dämlich bist du hörst du. Baby beeil dich aaaaahhh wie kann man so doof sein, du bist sooo bescheuert, ja ganz großartig.. Ich war so sauer auf mich. 
Ich wollte gerade eine Wehe abpassen und einen Stuhl holen um den Petziball vom Schrank zu holen, da ich mir vorstellen konnte, dass das gut sein könnte wenn ich mich so bewege.
Da stellte ich fest, nein nein, besser stellst du dich nicht mehr da drauf, denn die Wehen kamen immer schneller, also kein Petziball. Mist.

Offline ulusutina

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Antw:Heimliche Hausgeburt Erfahrungsbericht
« Antwort #4 am: 15. Juli 2015, 17:43:17 »
the end:
Zurück ins Wohnzimmer und da stand ich dann. Zwischen meinem Schaukelstuhl und Sofa und wurde so heftig von einer Wehe erfasst dass ich mich nicht mal mehr knien oder vorbeugen konnte. Und plötzlich bemerkte ich eine Wölbung meiner Sch*ei*de, ich dachte: das kann nicht schon das Baby sein „hahaha“ weiß auch nicht was ich dachte ;) ging mir dann wohl doch zu schnell. Was mich nur überraschte:  Ich hatte nicht wie bei der ersten Schwangerschaft Presswehen, es war eher so, als wenn ich die Beine zusammen pressen wollte um ihn zuhalten. Daher vermutlich die Verwunderung ;)
naja als mich der Scherz los lies für eine Sekunde konnte ich mich nochmal ein bisschen rühren und ich schaffte es meine Hand in die Hose zu legen und da kam er der Kopf. Doch jetzt kommt der traurige Teil: unser Baby schrie nicht. Das war so mit der traurigste Moment den ich bis dahin erlebt habe und alle Gedanken prasselten auf mich ein und ich gestand mir ein wie dumm ich war. Wie töricht. Die Gedanken wurden unterbrochen durch eine weitere Wehe und wusch, war der ganze Kopf draußen und der Rest der Maus, kam hinterher wie ein kleiner Schwanz. Und er Schrie . JJJJAAAAA  er schrie und ich war so wunderbar erleichtert. Es war als wären tausend Steine von meinen Schultern gefallen und ich war so froh.  Nun kommt das Lustige:  auf eine Mal wusste ich nicht mehr was ich tun sollte. Hahah ehrlich, wie bekomme ich die Nabelschur von mir oder dem Kind. Ich ging holperte oder wie auch immer man es beschriebt wenn man mit an den Knöcheln hängender Unterhose mit dem Baby im Arm das an der Nabelschnur hängt zum Schlafzimmer, während unser Hund jaulend um uns Kreiste mit dem schreienden kleinen zu meinem Mann. Und es brauchte DREI Anläufe bis ich ihn wach hatte es war mittlerweile ca 1:15uhr und ich weckte ihn mit den Worten: S---- dein baby ist das.. nun schien er es auch zu hören und war wie erstarrt. Sprang auf kreidebleich. Und „ok ok ich bin wach. Was??? „
Er rief unsere Hebamme an mit den Worten „I___ , Tina hat ihre Hausgeburt durchgezogen, kannst du kommen?
10 Minuten später war sie da, die Nachgeburt schon vor ihr und dann schnitt mein Mann die Nabelschnur ab und ich stillte die Maus und drückte sie ganz fest an mich. Die Hebamme untersuchte mich und stellte fest das ich wieder einen Hohen Scheidenriss hatte, und der im Krankenhaus genährt werden würde, aber nach allem was ich gelesen hatte und auch durch die Erfahrung der Hebamme würde das Gewebe von allein heilen, da es sowieso so dicht beisammen hängt und so war es auch, 3 Tage später hatte sich das Fleisch wieder verbunden und ich hatte noch nicht ein Mal ein Inkontinenz Problem oder mit der Senkung meines Beckenbodens.. Wow ich konnte nach einer Woche von der Familie auferlegter Bettruhe alles wieder machen. Diesmal hatte ich zwar auch wieder wunde Brustwarzen, aber auch die heilten schneller, weil ich sie früher ganz dick mit Vaseline/ Wollwax einfettete bevor er trank.
Morgens kam mein großer Sohn auf dem Arm seines Papas zu uns ins Kinderzimmer (in dem ich nächtigte) und legte sich zu uns. Es war wow die beste Entscheidung die ich hätte treffen können.
Nur mein Mann wollte nicht, dass jemand erfährt, dass ich ihn hintergangen habe und das Kind in einem Alleingang bekommen habe, sodass er erzählte das Kind kam ganz plötzlich, sodass wir es nicht mehr zum Krankenhaus schafften, ich schwieg über ein Jahr darüber, aber nun nichtmehr.
Er wollte es nicht, zum einen weil er dachte, dass es ein schlechtes Licht wirft und er auch nicht wollte, dass sein Papa die Mühe mit dem Chefarzt auf sich genommen hatte und wir dann einfach doch nicht zur Geburt hingehen würden. Und wenn was mit dem Kleinen wäre, würden alle sagen, dass lag an der Haus Geburt.
Wenn ich ehrlich bin, denke ich, im Krankenhaus wäre er unter Beobachtung gekommen, denn er sah aus wie ein Indianer, so dunkle Haut das es wirklich seltsam aussah. Mein Gefühl sagt mir im Krankenhaus hätten sie bestimmt irgendwas festgestellt, aber er trank und schrie und schlief und war munter. Ich war froh, nur das sich niemandem, auch meiner Familie nichts sagen durfte, tat mir in dem Herzen weh, aber es war mein Opfer, wenn ich meinem Mann schon die Geburt vorenthielt, war das das mindeste ihm den Wunsch zu erfüllen, aber schön wars trotzdem nicht. Das merkte ich als ich meiner Mama vor ein paar Monaten davon erzählte, es ist einfach ein Ereignis was  geteilt werden sollte und das tut ich hier auch, ich hoffe, dass es dem ein oder anderem von euch helfen wird. Ich könnte noch ganz viele kleine Details erwähnen über das Wunder Geburt aber es ist nun schon so ein langer Text. Eine Geburt ist wirklich das großartigste was ich je erlebt habe – beide Geburten. Einfach Wunderbar  Freut euch auf die Geburt, bewegt euch und lasst alles auf euch zu kommen, wenn ihr könnt bleibt entspannt ;) wenn euch euer Gefühl sagt bleib zu Hause -bleibt -wenn ihr ins Krankenhaus gehen wollt obwohl Hausgeburt geplant war- geht, denn nur ihr wisst was gut für euere Maus ist.   

Offline Frau B.

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Antw:Heimliche Hausgeburt Erfahrungsbericht
« Antwort #5 am: 15. Juli 2015, 21:08:52 »
Danke für deine Geschichte  :) Ist ja Wahnsinn was du da erlebt hast. Zum Glück geht es dir und dem Kind gut. Das du das ohne Hebamme durchgezogen hast.... ja, wie ich das finden soll weiß ich gar nicht.
Das du auf dein Gefühl gehört hast finde ich gut. Ich persönlich würde nie eine Hausgeburt wollen. Ich komme aus dem med.Bereich und weiß, was alles schief gehen kann. Bei der Geburt meiner Tochter konnte ich auch erst abschalten, als die Plazenta da war. Schade eigentlich, aber der Gedanke an Komplikationen wenn nicht alles raus kommt war stärker. Zudem empfand ich die Geburt im KH auch nicht steril. Die heutigen Entbindungszimmer sind ja meist sehr hell und liebevoll gestaltet.

Alles Gute!



Offline Soulpancake

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Antw:Heimliche Hausgeburt Erfahrungsbericht
« Antwort #6 am: 16. Juli 2015, 16:20:57 »
Sorry aber ich finde das hört sich sowas von egoistisch von dir an. Du stellst deine Bedürfnisse über die deines Kindes - nein über das LEBEN deines Kindes.
Irgendwie bin ich grad richtig wütend geworden als ich deinen Text gelesen habe.
Vielleicht sind's nur die SS Hormone, wer weiß. Aber für mich unverständlich sowas! Und dass du deinen Mann so außen vor lässt ..  :-\ :-\
Endlich bist du da!!!

 

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