Da kann ich mich meiner Vorrednerin nur anschließen. Ich selbst bin ein Einzelkind und habe als Kind stark gegen Vorurteile kämpfen müssen, bin gehänselt und ausgeschlossen worden. Klar war das unschön, verletzend und nervig, aber ich habe immer nur die anderen deswegen für dumm gehalten, weil ich ja selbst wusste, dass ich beispielsweise sogar besser teilen kann, als die meisten Geschwisterkinder, die ich kannte und die immer drauf geachtet haben, dass sie auch ja nicht ein Gramm weniger bekommen, als jemand anderes, wenn sie überhaupt freiwillig was abgegeben haben.
Mein Kind wird sicherlich auch ein Einzelkind, weil wir uns keine zweite künstliche Befruchtung leisten können. Da muss es durch. Ebenso, wie Kinder mit vielen Geschwistern dadurch eben Vor- aber halt auch Nachteile haben. Es gibt ganze Bücher darüber, was die Ältesten, die Jüngsten oder eben die Mittelkinder jeweils für Macken und Probleme entwickeln, ebenso gilt das auch für Einzelkinder.
Und asozial ist niemand, bloß, weil er viele Kinder hat. Wenn der Umgang mit den Kids stimmt, wird da auch niemand lange so reden. Das passiert nur, weil es eben in den Medien oft storys gibt von Frauen, die schon mit dem ersten Kind voll überfordert sind, aber munter weiter "werfen", während ihre Kinder zwischen zu Hause und Pflegefamilien hin und hergeschubst werden. Da, wo das nicht der Fall ist, sondern eine Horde süßer, vergnügter Kinder rumhopst, verstummen solche Stimmen doch bald. Und wer dennoch rumlästert, der lästert eben wie gesagt auch über Einzelkinder, etc.