Hallo,
ich bin ebenfalls in der 9. Woche und wurde leider in den letzten zwei Wochen zur Hämatomspezialistin, da bei mir vor zwei Wochen ein recht großes Hämatom gefunden wurde. Die Chance, dass der Embryo bleibt, lag laut Arzt sogar nur bei 40 %.
Leider kann man aus der Ferne keine wirkliche Prognose stellen.
Es kommt auf die Lage und Göße des Hämatoms an, auf die Größe des Embryos und wie gut dieser schon eingenistet ist.
Und dann spielt es eine Rolle, wie sich das Hämatom verhält, verhält es sich ruhig, wird es größer oder kleiner, blutet es ab und wenn ja wie stark blutet es...
Und danach entscheidet sich, ob es gefährlich wird oder nicht.
Die Gefahr besteht darin, dass wenn es stärker abblutet, der Embryo mit abblutet. Je kleiner der Embryo und je größer das Hämatom, desto schwieriger das Ganze.
In den ersten Wochen ist da so eine Dynamik drin, dass die Ärzte selbst keine genaue Prognose abgeben können. Bei mir hat sich das Hämatom zum Beispiel innerhalb von nur zwei Tagen gebildet.
Deswegen diese 50:50 Prognose, weil selbst die Ärtze zu Beginn nicht genau wissen, wie sich das Ganze weiterentwickelt.
Das Einzige was die Ärzte tun können, ist Utrogest verschreiben und Magnesium, vielleicht noch, wenn es blutet, Vaginalzäpfchen gegen eine mögliche Infektion, weil die Blutung den Ph-Wert in der Sch*ei*de erhöht. Und eben Bettruhe, damit der Körper Zeit bekommt, das Hämatom abzubauen.
Im Gegensatz zu anderen Meinungen hier, würde ich bei dem Arzt bleiben und mich an ihrer Stelle nicht ständig neu untersuchen lassen.
Denn jede Untersuchung bedeutet erneute Manipulation und Unruhe im Unterleib, was wieder zu Blutungen führen kann.
Was soll auch eine erneute Untersuchung bringen? Die Diagnose steht und nun muss man lernen, damit umzugehen, bzw. abzuwarten.
Ihr Körper muss nun die Zeit haben dürfen, das Hämatom abzubauen, sei es durch langsames Abbluten oder durch Resorbtion. Ein ständiges „Hineinschauen“ erhöht nur das Risiko. Ich werde einmal wöchentlich untersucht und das ist bei der Diagnose schon recht häufig.
Was man tun kann, tut sie, den Rest muss leider die Natur richten. So zermürbend das Warten auch sein mag. Aber da sie genug Schwangerschaftsymptome hat, sieht es doch ersteinmal gar nicht so schlecht aus. Kopf hoch, das Risiko ist da, aber die Chance auch.

Ich wünsche alles Gute.