Hallo!
Wir haben im vergangenen September eine IUI gemacht und das Ergebnis knöttert gerade in seinem Beistellbettchen und will nicht schlafen...

Letztendlich wissen wir jetzt, dass der unerfüllte KiWu daran gelegen hat, dass mein ZS die Spermien meines Mannes "abgetötet" hat - so kamen sie erst gar nicht bis zur EZ bzw. wenn dort welche ankamen, waren die defekt. Daher wohl auch die beiden Fehlgeburten. Das SG bei meinem Mann war gut. Durch die IUI konnte man den ZS "aus dem Weg gehen".
Ich habe (bzw. teilweise hat mein Mann) eine ganz geringe Einheit an Hormonen gespritzt. Mein Zyklus war eigentlich gut, aber auch nicht optimal. Im Kontrollzyklus war bis zum 11 ZT kein Follikel zu erkennen und am 17 ZT war der ES völlig überraschend schon vorbei. Nach den Aussagen der Ärzte kein Grund nicht ss zu werden, allerdings sei die Eizellreifung letztendlich zu schnell und daher könnten ggfs die Eizellen defekt sein oder unreif springen. Zum anderen will man mit Hormonen ja erreichen, dass mehr wie eine EZ heranreift, so dass die Chancen höher sind. Der hormonelle Eingriff ist allerdings deutlich geringer wie bei einer ICSI oder IVF und die IUI wäre auch bei mehr als drei Eizellen nicht durchgeführt worden.
Ich musste alle drei Tage zum Kontroll-US und Blutentnahme um die IUI terminieren zu können. Beim US donnerstags wurde festgestellt, dass der ES kurz bevorsteht. Ich habe abends die Spritze zum Auslösen des Eisprungs genommen und am Samstag morgen war die IUI. Die Spritzen sind übrigens wirklich harmlos. Ich hatte einen Pen, der so ähnlich ist wie bei Diabetikern. Das erste Mal war aufregend, dann hab ich mich kurz mal eben beim Kochen gepiekt und weiter gekocht.
Die IUI selber ist völlig unspektakulär und mit einer normalen gynäkologischen Untersuchung vergleichbar. Mein Mann musste das Sperma abgeben, dass zunächst aufbereitet wird. Wir konnten also noch ungefähr eine Stunde in der Stadt rumlaufen (was total doof war, wir haben uns kaum getraut uns anzuschauen oder miteinander zu reden, weil wir beide angespannt waren).
Ich bin dann in einen ganz normalen Gyn-Stuhl, das Ejakulat war in einer Spritze mit langem, dünnen Schlauch aufgezogen. Der wurde eingeführt und das war es. Gedauert hat das glaube ich ca. 30 Sekunden und war mit keinerlei Schmerzen verbunden. Danach sollte ich noch ca. 30 Minuten liegen bleiben und sind dann nach Hause. Ab der IUI habe ich dann Utrogest genommen.
Die Chancen bei einer IUI sind natürlich von den individuellen Voraussetzungen abhängig. Wenn man im Netz schaut, sieht man Zahlen zwischen 15 und 30 Prozent. Versuche Dich nicht an diesen Zahlen zu orientieren, sie bringen Dir eh nichts. Manchen hilft auch eine IUI nicht weiter aber viel wichtiger: bei manchen klappt es direkt beim ersten Versuch, so wie bei uns. Wir wissen allerdings auch, dass wir damit sehr viel Glück hatten.
Ich drück Euch ganz doll die Daumen, dass es beim ersten Versuch klappt!