Autor Thema: KIR Gene und wiederholte Fehlgeburten  (Gelesen 10599 mal)

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Offline piper-81

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KIR Gene und wiederholte Fehlgeburten
« am: 29. April 2014, 19:49:40 »
Ich bin gerade ganz zufällig beim "surfen" auf diese KIR Gene im Zusammenhang mit Fehlgeburten und nicht eintretender Schwangerschaft gestoßen.

Vielleicht wäre das nochmal etwas, dass die ein oder andere ansprechen sollte, die mehrere FG hatte (Amsel?  :-* , BravesMädchen, Andi...)


Hier mal eine kurze Beschreibung. Sonst kenne ich mich damit auch nicht aus:

Die KIR-Gene sitzen auf den natürlichen Killerzellen (NK-Zellen). Sie sorgen im Fall einer Schwangerschaft für die "Kommunikation" zwischen dem Körper der Mutter und dem Embryo. Fehlt nun eines oder mehrere der KIR-Gene, ist diese Kommunikation gestört, was dann zur Unterentwicklung und letztendlich zum Absterben des Embryos führt. Von den KIR-Genen gibt es insgesamt 14 Stück. Es kann nur eines fehlen, aber auch zwei oder drei oder wahrscheinlich auch noch mehr. Ich zitiere nochmal aus meinem Attest: "Bereits für einen dieser Rezeptoren ist beschrieben, dass er im Falle eines Fehlens wiederholte Abgänge auslöst. Die Situation ist natürlich bei einem Defizit von gleich drei Rezeptoren deutlich traumatischer. Insofern also die aktivierenden Impulse für das embryonale Wachstum fehlen, müssten diese substituiert werden." Da kommt dann das Granocyte ins Spiel.


Was ist Granozyte und wann wird es eingesetzt?

Granocyte ist ein zugelassenes Medikament, das den Wachstumsfaktor G-CSF (Granulozytenkolonie stimulierender Faktor) enthält.

G-CSF kommt praktisch in allen Geweben des Körpers vor, er beschleunigt Zellwachstum und Zellteilung und ist auch ein wichtiger embryonaler Wachstumsfaktor. Er wird von Zellen in der Gebärmutterschleimhaut produziert und fördert das embryonale Zellteilungsverhalten positiv, eine Voraussetzung für das Gelingen des Einnistungsprozesses.

Bei Patientinnen mit vorangegangenen Aborten oder Embryotransferen ohne Einnistung, kann ein Defizit an wachstums- und zellteilungsfördernden Faktoren vorliegen.

Dafür scheint es eine genetische Disposition zu geben, die man testen kann (KIR-Gene). Durch Gabe von G-CSF kann man versuchen die embryonale Entwicklung und Einnistung zu fördern.

Wichtiger Hinweis: G-CSF ist nicht der einzige Wachstumsfaktor , der im der Embryonalentwicklung eine Rolle spielt, aber der einzige, der in Form eines verschreibungsfähigen Medikamentes derzeit verfügbar ist.




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Offline piper-81

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Antw:KIR Gene und wiederholte Fehlgeburten
« Antwort #1 am: 29. April 2014, 19:50:34 »
Hm....kann man das nicht vielleicht sogar oben anpinnen? Finde das nicht verkehrt hier bei uns LZ-Übis, dann geht es nicht unter!?  :-\
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yarina

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Antw:KIR Gene und wiederholte Fehlgeburten
« Antwort #2 am: 29. April 2014, 20:37:22 »
Wie wärs wenn wir solche Artikel mal sammeln in einem Thread und den dann anpinnen?
So generell alles über verschiedene Untersuchungen die gemacht werden könnten/sollten, verschiedene Arten der KiWuBehandlung und deren Ablauf/Kosten etc. und eben dann sowas wie dieser Artikel hier?!?

Offline piper-81

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Antw:KIR Gene und wiederholte Fehlgeburten
« Antwort #3 am: 29. April 2014, 20:41:35 »
Das finde ich eine super Idee s-daumenhoch

Wo eben auch aufgelistet ist, welche Ursachen unerfüllter Kiwu + FG haben kann, welche Möglichkeiten es gibt etc


 :D
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Offline Nixe

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Antw:KIR Gene und wiederholte Fehlgeburten
« Antwort #4 am: 29. April 2014, 21:13:54 »
Darum wollte ich mich eh kümmern. Das kann aber noch einige Zeit dauern, bis ich den Thread mache. Aber ich habe es nicht vergessen.  ;)

piper, dann nehme ich den Artikel auch mit auf.
Man kann gegen Wellen ankämpfen oder sich von ihnen in die Zukunft tragen lassen

Offline ηєттуº¹

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Antw:KIR Gene und wiederholte Fehlgeburten
« Antwort #5 am: 02. Mai 2014, 13:31:19 »
Huhu Piper,

ich glaube Andy weiß es schon, hatte sie nicht deshalb begleitet Infusionen bekommen???

... vielleicht bring ich es aber auch durcheinander mit Heparin.

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Offline LadySunshine

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Antw:KIR Gene und wiederholte Fehlgeburten
« Antwort #6 am: 25. Mai 2014, 22:08:15 »
Hierzu mal mein Zitat vom Beitrag, den ich gerade zu Amselmädchen schrieb:

Ich wurde damals nach 3 FGen auf natürliche Killerzellen getestet. Das hat auch was mit Antikörpern zu tun. Und in dem Zusammenhang habe ich auch viel von Kortison-Behandlungen gelesen. Also so abwegig ist das tatsächlich nicht!
Bei mir war es so, dass durch eine Blutuntersuchung festgestellt wurde, dass ich zuviele natürliche Killerzellen im Immunsystem habe, die das Baby abstossen und als "Fremdkörper" ansehen. Sie verhindern eine korrekte Einnistung/Weiterentwicklung. Mein Wert war deutlich zu hoch (normal ca. 12 %, ich hatte immer so zwischen 40 und 50%), ich habe alle 3 Wochen Infusionen bekommen (Octagam, von der Kasse bezahlt). Letztendlich wurden die Werte nicht besser, trotz allem hat Maira sich von Anfang an selbst durchgebissen (hatte die erste Infusion erst in der 12.SSW). Im Nachhinein meinte meine FÄin, ob es nun letztendlich wirklich daran lag oder an meiner Schilddrüsenunterfunktion weiß man nicht so genau. Es ist ein Gebiet mit noch vielen Fragezeichen...
Mein Blut wurde immer nach Heidelberg geschickt, da ist eine Klinik, die sich auf sowas spezialisiert. Und auch in Lübeck gibt es einen Arzt, den hat meine FÄin damals kontaktiert. Ich weiß den Namen nur leider nicht mehr.
Wie ein Wunder liegst du neben uns,
liebst und atmest Zauber in uns hinein.
Manchmal übertrifft die Wirklichkeit den Traum.

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Offline Mondlaus

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Antw:KIR Gene und wiederholte Fehlgeburten
« Antwort #7 am: 02. Juni 2014, 22:45:02 »
Also bei mir war der Verdacht hierauf, also Antikörper gegen den Trophoblasten:
http://www.netdoktor.de/News/Fehlgeburt-Sind-koerpereige-1136285.html

Dies ist jetzt die Zusammenfassung, meine KiWu forscht in dem Gebiet. Der Test auf diese Antikörper hätte allerdings 600 Euro gekostet, die Behandlung - ebenfalls mit Immunoglobulin - wäre auf ca. 25 000 Euro gekommen, leider (noch) nicht von der Kasse bezahlt. Aber wohl doch sehr erfolgsverprechend gerade bei Frauen, die viele FGs ohnen Erklärung haben.

 

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