Medizinischer-Ratgeber > Haare färben in der Schwangerschaft

Haare färben in der Schwangerschaft?Das Problem ist gar nicht so selten. Bei vielen Frauen steigt ab den Mitte 20-ern der körpereigene Gehalt an Wasserstoffperoxid deutlich an. Ein Wirkstoff den wir sonst nur aus Haarfärbemitteln unnatürlicher Blondheit her kennen sorgt auf natürliche Weise im Körper so zu einer vorzeitigen Entfärbung der Haare. Das Resultat sind die ersten grauen Strähnchen die sich den Weg bahnen und in manchen Fällen schnell zu einer silber schimmernden Ganzheit werden. Glücklicherweise lässt sich dieses kleine Problem heutzutage sehr einfach mit ein paar Mittelchen aus der Drogerie beheben. Da wo Männer also mit einem ähnlichen Problem - dem lichten Haupthaar - ziemlich chancenlos dastehen, können Frauen dank cleverer Chemie, die Zeit sehr einfach zurückdrehen.

Doch diese Chemie führte in den letzten Jahren zu einem verstärkt kontrovers diskutiertes Thema:

Ist es wirklich schädlich sich während der Schwangerschaft die Haare zu färben?

Letzte wissenschaftliche Beweise stehen bisher zwar noch aus, allerdings zeigten Tierversuche (mit extrem hohen Anteilen an chemischen Färbemitteln) tatsächlich Fehlbildungen bei den tierischen Embryos und es konnten ebenfalls kleinste Mengen an Farbstoffen in der Muttermilch der Tiere nachgewiesen werden.


1:1 auf Menschen zu übertragen sind diese Versuche zwar nicht, sie zeigen aber durchaus ein Risiko auf, welches Frau ja nicht unbedingt einzugehen braucht.

Um also ganz sicher zu gehen empfehlen wir für die kritische Zeit (Schwangerschaft und Stillzeit) den Einsatz von natürlichen Haarfärbemitteln und den Verzicht auf chemische (oft leider besser abdeckende) Produkte.



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Die Palette natürlicher Haarfärbemittel ist glücklicherweise mittlerweile durchaus ansehnlich und so findet sich in einer gut sortierten Drogerie für jeden Haartyp ein entsprechendes Produkt um die Schwangerschaft beruhigt und mit gutem Gewissen anzugehen.

Eine weitere unbedenkliche Alternative um seine Haarfarbe zu ändern, bieten spezielle Farbshampoos oder auch Farbschaumfestiger.

Eine gute Nachricht dafür aber zum Schluss - sollten die Haare in der Zeit der Schwangerschaft etwas weniger in allen Farben der Natur strahlen sondern evtl. etwas dezenter und natürlicher getönt sein, so wirken sie doch meist fülliger und voller.
Durch den sich massiv verändernden Hormon-Haushalt in den 9 Monaten des schwanger seins und auch der Zeit des Stillens, ist bei vielen werdenden Müttern ein erhöhtes Haarwachstum zu erkennen und auch die Haarstruktur wird kräftiger. Natürlich ist diesert Zustand auch nicht von Dauer - und die hormonell erweckte Haarpracht wird sich wieder (genau wie der restliche Körper) spätestens zum Ende der Stillzeit hin in den Normalzustand versetzen. Genießen Sie also ihre kräftigen Haare und pflegen diese mit entsprechend angepassten Wasch-Artikeln aus den Drogeriemärkten - evtl. fällt dann die ein oder andere durchschimmernde graue Strähne nicht so sehr ins Gewicht.

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