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Tipps und Tricks von der HebammeTeemischungen und allgemeine geburtsvorbereitende Maßnahmen während der Schwangerschaft:

Die meisten dieser Tees bekommen Sie auch schon als Fertigmischung in Apotheken.

Schwangerschaftstee: (während der ganzen Schwangerschaft)
Brennnesselkraut, Frauenmantel, Himbeerblätter, Johanniskraut, Melissenblätter, Schafgarbenkraut zu gleichen Teilen.
3 x täglich 1 Tasse

Himbeerblättertee:
Die ideale und sanfte Vorbereitung auf die Geburt. Sinnvoll ab der 34.Schwangerschaftswoche: Entweder 3 bis 4 Tassen zusätzlich zum Schwangerschafts-Tee oder je einen halben Teelöffel Teemischung. Lockert die Muskulatur im kleinen Becken auf. Regt Entgiftung und Entschlackung an.

Leinsamen:
ab der 35 SSW täglich 1 Esslöffel geschroteter Leinsamen bei ausreichender Flüssigkeitszufuhr. Fördert die Verdauungsfunktion.

Dammmassage:
mit Johanniskraut-Öl und Weizenkeimöl evtl. unter der Zugabe der ätherischen Öle Muskatellersalbei und Rose (gibt es fertig Dammmassageöl). Spätestens 6 Wochen vor dem Geburtstermin 1x täglich durchführen.

 

Schwangerschaftsstreifen:

Massage:
vorbeugend empfiehlt sich frühzeitig die Bauch und Brustmassage, ebenso Gesäß und Oberschenkel.
Vorhandene Streifen lassen sich leider nicht wegzaubern oder vermindern. Daher immer VORBEUGEND massieren.
Geeignet sind: Jojobaöl, Mandelöl, Weizenkeimöl oder Borretschsamenöl.

Atherische Öle:
Lavendel extra und Neroli in Weizenkeim- oder Mandelöl (Hilft auch bei Nervosität) oder
römische Kamille, marokkanische Rose, Neroli und Zeder in Jojoba- oder Mandelöl (Hilft beim Stressabbau).
Wird in Drogerien und Apotheken auch fertig angeboten: Schwangerschaftsstreifenöl.

 

Hebamme

Krampfadern / Hämorriden:

Wichtig: regelmäßig Gymnastik (Rückflussübungen, Beckenbodenübungen), auf ballaststoffreiche Ernährung und gute Verdauung achten.

Akute Beschwerden:
Myrte, Schafgarbe und Zypresse in eine Salbengrundlage einarbeiten.
Gibt es als Fertigmischung. (nennt sich Krampfaderöl)
oder
1-2 Tropfen von einem der genannten Öle in Salz vermischen und damit ein kühlendes Sitzbad nehmen.
Kühlende Sitzbäder mit Eichenrinde.
Eiswürfel mit einer Prise Salz und 1 Tropfen eines der genannten Öle in eine Mullkompresse einwickeln und auf die Hämorride legen.
Quark auf die Hämorride.





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Unterstützende Maßnahmen bei


Blasenbeschwerden:

Allgemein:
bei Urinkontrollen Mittelstrahlurin, Körperhygiene, Baumwollwäsche, Seide

Ernährung:
Faustregel: süße Nahrung versüßt den Keimen das Leben (Zucker und Weißmehl!)

Teemischung bei Beschwerden: Bärentraubenblätter, Kamillenblüten, Löwenzahnwurzel, Hauhechel und Goldrute. Mischung zu gleichen Teilen jeweils 3 Tassen täglich.

Ätherische Öle: Warme Sitzbäder mit den Essenzen aus Bergamotte, Lavendel, Rose, Schafgarbe und Zeder.
Als Emulgator bitte (Totes-Meer)-Salz. Ebenfalls als Fertigmischung erhältlich.

Harnwegbeschwerden müssen unbedingt ärztlich mit der Frauenärztin besprochen und behandelt werden.


Sodbrennen:

Fencheltee in kleinen Schlucken trinken; geschälte Mandeln kauen. Milch in kleinen Mengen trinken.
Trockenes Brot oder Cracker kauen. Sodbrennen wird häufig durch Reizstoffe wie Kaffee und Süßes verursacht:
Daher sollten diese Nahrungsmittel einfach komplett weggelassen werden.
Gleiches mit gleichem behandeln: Orangen-, Ananas- oder Tomatensaft trinken.  
Maishaartee vor den Mahlzeiten.
ACHTUNG: Säurebindende Mittel binden häufig auch Eisen, Magnesium und andere wichtige Mineralien. Hier also genau recherchieren bevor wichtige Inhaltsstoffe verloren gehen.


Wadenkrämpfe:
ganze Fußsohle und durchgestrecktes Bein gegen einen Widerstand drücken. Kalzium und Magnesium Mangel ist meist als Grund zu suchen. Entsprechendes Mineralwasser trinken und geschälte Mandeln essen. Der Klassiker wäre die Banane, hiervon jedoch bei Verdauungsproblemen evtl. Abstand nehmen. Die betreuende Hebamme nach Teemischungen und homöopathischem Mittel fragen.


Eisenmangel:
Schwangerschafts-Tee s.o.
Vitamin C fördert die Eisenaufnahme. Schwangere haben einen erhöhten Eisenbedarf.
Besonders empfehlenswert weil eisenhaltig sind:
Rote Beete, gelbe Rüben, Fenchel, Linsen, grünes Blattgemüse (Spinat, Wirsing usw.) magere Fleischsorten.
Himbeeren,  schwarze Johannisbeeren, Nüsse (hier insbesondere Paranüsse).
Amaranth (als Müsli) Kräuterblutsaft aus Reformhaus und/oder Apotheke
ACHTUNG: Kaffe und Schwarztee sind Eisenräuber!
(Nicht Hebammes Liebling - aber Eisen in Tablettenform ist natürlich auch hilfreich und wird von der Frauenärztin verschrieben oder kann in der Drogerie gekauft werden)


Vaginalsoor:
Vorbeugend: waschen mit kaltem Wasser, keine alkalischen parfümierten Seifen;
Baumwollwäsche tragen. Viel Luft und Licht; ausreichend Ruhe, Stress vermeiden.
Zum Geburtstermin nach Möglichkeit keine akute Entzündung.
Ernährung: Süßes, Weißmehl und Hefe meiden.
Was hilft: Knoblauch-Tampons 2 x 12 Stunden
Joghurt mit Lebendbakterien und rechtsdrehender Milchsäure.
Bei schulmedizinischer Behandlung mit antimykotischen Cremes und Zäpfchen eventuell den Partner mitbehandeln.
Ätherische Öle: Lavendel, Tea-Tree und Rose. Gibt es ebenfalls schon fertig zu kaufen - als: Wundtinktur!


Während der gesamten Schwangerschaft sollten KEINE homöopathischen Mittelchen aus einer vorausgehenden Krankengeschichte eingenommen werden, es sei denn die Einnahme wurde mit der/dem behandelnden Arzt besprochen und wird befürwortet.


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