Einleitung

Begonnen von someandany, 28. Oktober 2010, 14:00:43

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someandany

Hallo Mädels,

ich habe im Forum gesucht, aber irgendwie kein passendes Thema gefunden, was auf meine Fragen abzielt.

Am 19. Oktober hatte ich die Geburtsplanung im Krankenhaus. Da wird man ja - ob man will oder nicht ;) - über alles aufgeklärt.

Nun ist es so, dass man in der Klinik, die ich  mir ausgesucht habe, nicht länger als eine Woche übertragen lässt.

Das heißt bei meinem errechneten ET, dass ich spätestens am 23.11. zur Einleitung ins Krankenhaus müsste. Natürlich hoffe ich, dass es spontan losgeht und ich mich gar nicht weiter mit dem Thema "Einleitung" beschäftigen muss. Aber irgendwie tut man es doch.

Möchte euch nach euren Erfahrungen fragen. Vielfach habe ich gehört, dass es nicht unbedingt schöne Geburten waren, wenn eingeleitet wurde.

Was mich allerdings viel mehr interessiert (wenn man überhaupt danach fragen darf)... besteht eine größere Gefahr, dass das Kind "Beeinträchtigungen" davonträgt, weil eingeleitet wurde?

Ich mache mir diese Gedanken, weil ich selbst im Familien- und Bekanntenkreis schlechte Erfahrungen (ja, ich nenne es mal so beim Namen, denn das sind für mich wirklich schlechte Erfahrungen) gemacht habe.

Mein Bruder ist damals per Einleitung (und leider anschließender Notsectio per Vollnarkose) zur Welt gekommen. Er hatte als Kleinkind starke Einschränkungen, war sehr entwicklungsverzögert und ist auch heute sehr labil. Natürlich kann man sagen - das ist 25 Jahre her, früher war das halt anders. Oder es war Zufall. Oder es hatte wahrscheinlich gar nichts mit der Einleitung zu tun.

Dann der Sohn einer sehr guten Freundin. Sie hat drei Kinder. Mädchen (14), Junge (9), Mädchen (2). Die Geburt des Jungen wurde eingeleitet, die Mädels kamen normal. Der Junge ist meinem Bruder sehr ähnlich; befindet sich in ärztlicher Behandlung, musste zur Heilpädagogik, hat eine Lernbehinderung, eine Lese-Rechtschreib-Schwäche.. und in der Schule haben die Lehrer den Eindruck, dass er autistische Züge hat. Darüber hinaus fing er sehr spät an zu laufen, sprechen etc.

Vielleicht war das da ja auch Zufall. Aber irgendwie sind mir das zu viele Zufälle auf einmal. Oder sehe ich das zu eng? Beide Mädchen sind richtig gut entwickelt; insbesondere die Kleine, die jetzt mit 2 Jahren schon wirklich viel kann.

Naja, die Alternative zur Einleitung wäre halt nur ein terminierter KS, dann halt eine Woche nach dem errechneten Termin.

Bitte sagt jetzt nicht, ich solle doch einfach abwarten, es wird schon normal kommen etc. ;) Das weiß ich :) Und auch wenn es so aussieht - ich mache mich nicht verrückt deshalb. Denn wenn es grundsätzlich schädlich wäre, würde man ja nicht mehr einleiten.

Vielleicht habt ihr ganz andere Erfahrungen mit der Einleitung gemacht. Bitte schreibt - wenn ihr eine "schlimme" Geburt hattet - keine Einzelheiten dazu ;) Hab so schon großen Respekt vor der Geburt ;)

Danke und liebe Grüße
Carina

hallihallo

Es kommt ja auch darauf an,wie eingeleitet wird und ob du schon einen geburtsreifen Befund hast. Aus unserem ET hat nur eine Einleitung funktioniert (bei Patti).Alle anderen sind im KS geendet.
Wir haben die Einleitung gestern abgebrochen,weil keine Aussicht auf Erfolg da war (ich hätte auch weitermachen können und dann vermutlich auch irgendwann einen Not-KS gehabt).Jetzt wird sie morgen geholt. Bin zwar todunglücklich darüber,aber so ist es wohl vernünftiger :-\
Würde es aber zumindest mal mit anschubsen versuchen,wenn du über ET bist und alles andere auch gut aussieht.

mausebause♥

Huhu!!

Hab jetzt die anderen Antworten nicht gelesen, aber ich möchte dir mal versuchen ein wenig Mut zu machen!

Ich hatte eine Einleitung, damals 10 Tage über ET..
Zu dem Zeitpunkt war der MuMu fingerdurchlässig und der Gmh leicht verstrichen..
Ich habe morgens gegen 9 Uhr eine halbe Dosis Gel an den MuMu gelegt bekommen, kurz darauf habe ich schon Wehen gehabt - die sollen wohl schneller und heftiger sein als bei einer normalen Geburt (ich hab halt keine Vergleichsmöglichkeiten), waren sie also bei mir auch -gegen Mittag im Minutentakt und da habe ich auch eine PDA verlangt! (die ist echt ein Geschenk Gottes.. :D) Helena war dann um 15:33 Uhr da - also alles in allem habe ich mit Gel legen bis Ende Geburt 6 - einhalb Stunden gebraucht! Und ich fand es war im Nachhinein eine schöne Geburt!
Also mach dir keine Gedanken, es muss nicht schlecht werden - und dass eine Geburt kein Spaziergang ist, das weißt du auch so!! Das klappt schon! :-*


VIP Maus und examierte Lästerschwester :-)

Sammylein

Huhu!

Bin leider auch eine von denen, die eher Negatives (bis gar nix *heul*) über die Einleitung erzählen können.
Wie Hallihallo schon sagte, bei uns im Oktober hat es bei fast niemandem hingehauen. Ich sollte wegen nem Gestationsdiabetes nicht über Termin gehen und hatte am ET -1 dann auch viel zu wenig Fruchtwasser. Darauf wurde beschlossen, ab ET einzuleiten. Anfangsbefund war MuMu fingerdurchlässig, Gebärmutterhals steht. Versucht wurde es mit Tabletten, mit dem Argument, dass man das besser dosieren kann. Ich lag letztenendes 3 Tage im Krankenhaus, mit mal ein bisserl und einmal sogar ein bisserl mehr Wehen. Am 4. Tag war der Befund dann Mumu zweifingerdurchlässig, Gebärmutterhals steht :-(. Obwohl ich am abend vorher über ca. 6 Stunden alle 2- 5 Minuten echt schmerzhafte Wehen hatte. Mir war inzwischen die Kraft ausgegangen und ich hatte ganz arge Selbstzweifel, drum haben wir uns am 4. Tag entschieden, dem ein Ende zu setzten und den Kleinen per KS zu holen. Nach der Entscheidung ging´s mir super und ich war nur erleichtert, dass es bald geschafft ist.
Die Ärztin meinte zwar, man hätte von der Versorgung her noch 2 Tage versuchen können, aber das hätte ich nicht mehr gepackt, ganz ehrlich!
Aber jetzt haben wir trotzdem das süßeste Baby der Welt ;-).

LG und ich drück die Daumen, dass du dich mit dem Thema nur theoretisch befassen musst, Sammy