Autor Thema: Plazentaspende  (Gelesen 2200 mal)

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Offline Brombeere

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Plazentaspende
« am: 22. Juni 2012, 15:52:05 »
Zur Nabelschnurblutspende wird man ja von allen Seiten mit INformationen bombardiert, ich nehme mal an, vor allem, weil das auch kommerziell betrieben wird. Nun gibt es aber auch die Möglichkeit der Plazentaspende, da bin ich irgendwie unsicher. Beim letzten Mal wurde mir das erst vorgelegt, als ich mit Wehen im KH war, daher bin ich irgendwie skeptisch. Hatte das ohne es zu verstehen einfach mal unterschrieben... was tut man nicht alles unter Wehen. Diesmal hab ich die Einverständniserklärung bereits bei der Anmeldung bekommen, weiß also, worum es geht. In meinem Fall würde aus der Plazenta ein Wirkstoff gewonnen, mit dem ein Medikament zur Diagnostik bestimmter Blutgerinnungsstörungen gewonnen werden kann.

Es geht also letztlich um die kommerzielle Verwertung dieses Wirkstoffs, das stört mich ein wenig daran. Andererseits wird dabei ein Medikament hergestellt, das Betroffenen helfen kann (auch Diagnostik ist ja wichtig). Irgendwie bin nich nachwievor unentschlossen, obwohl es nun jeden Tag soweit sein kann...

Wie habt ihr entschieden? Wieso weshalb warum?

Offline Rabenmutter

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Antw:Plazentaspende
« Antwort #1 am: 25. Juni 2012, 17:57:36 »
Habe ich noch nie etwas von gehört. Hast du irgendeinen Link mit Infos, welche Stoffe gewonnen werden und für was? Ich weiß, dass die Plazenta durchaus Verwertung in der Kosmetikindustrie findet...

Offline Brombeere

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Antw:Plazentaspende
« Antwort #2 am: 27. Juni 2012, 19:13:10 »
Nee, hab ich nicht direkt parat... und die Resonanz hier spricht ja auch dafür, dass es recht selten ist.

In meinem Fall wäre die Spende wie gesagt für einen (nicht genannten) Wirkstoff für ein diagnostisches Medikament, also zur Diagnose von bestimmten Blutgerinnungsstörungen.

Habe bei Wikipedia noch was gefunden, andere Firmen gewinnen aus der Fruchtblasenhülle Amnion, was für Netzhauterkrankungen gebraucht wird (nennt sich dann wohl Transplantat weil es aus Gewebe gewonnen wird) - aus einer Spende können 60 Transplantate gewonnen werden.

So richtig entschlossen bin ich nicht. Kosmetikindustrie ist es jedenfalls nicht, sondern eben ausschließlich o.g. Zweck (und Spendenempfänger wäre eine sehr renommierte Firma). Wahrscheinlich mach ich das einfach, bevor das Ding weggeschmissen wird. Find ich aber nicht leicht.

Offline Aki

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Antw:Plazentaspende
« Antwort #3 am: 27. Juni 2012, 20:22:30 »
Ich habe vier Geburten hinter mir, aber noch nie wollte jemand die Plazenta haben  ???.

Allerdings habe ich einen Sohn mit einer leichten Blutgerinnungsstörung und er hat auch schon mal ein Medikament bekommen, was z.B. in dem Fall aus menschlichem Blut gewonnen wird.

Wenn es jemandem hilft oder helfen kann und es nicht irgendwie etwas am Geburtsverlauf oder so ändert, dann würde ich das wohl machen. Allerdings in Absprache mit meinem Mann. Der ist was so Spenden angeht, auch Organspenden gegenüber sehr skeptisch.

Offline Sonnenkind

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Antw:Plazentaspende
« Antwort #4 am: 27. Juni 2012, 20:28:54 »
Ich hab mal ein Praktikum im Klinikum Großhadern in München gemacht.
Dort war die Plazentaspende, wenn die Leute sie nicht selbst mitnehmen wollten, Gang und Gebe. Wenn die Leute ihr Einverständnis nicht gegeben haben, wird sie entsorgt.

Die Plazenta wird genutzt um mit ihrer Hilfe Wirkstoffe fuer bestimmte Medikamente zu entwickeln. In unserem Fall ging es auch um Blutgerinnunsstorungen und ich glaube fuer die Forschung wegen krebsmedikamenten.

Es gab auch Informationshefte. Die Plazenta wurde nicht verkauft sondern wirklich nur für diese Zwecke bestimmt.

Wenn man die nicht selber haben möchte um ein Bäumchen zu pflanzen, ist das eigentlich ein sehr guter Zweck. Würde mir aber auch zeigen lassen wofür genau es ist,
mit Namen der Organisation etc.

 

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