Autor Thema: S.am L.ouis - Und alles ging so schnell!  (Gelesen 2023 mal)

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Offline sanigirl

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S.am L.ouis - Und alles ging so schnell!
« am: 26. September 2010, 15:54:09 »
So, nun will ich nur mal versuchen meinen Geburtsbericht nieder zu schreiben, vielleicht hilft mir das etwas beim verarbeiten.

Sonntag, 15.08.2010  39+2

Ich wache morgens auf, hab Kopfschmerzen. Okay, denke ich, wirst wohl blöd gelegen haben. Den ganzen Tag hab ich also so unterschwellig Kopfschmerzen, nehme gegen 13Uhr eine Paracetamol, weil es irgendwie fies ist. Nachmittags fahren wir zu den Schwiegis. Meine Kopfschmerzen werden zunehmend schlimmer. Gegen 15Uhr liege ich auf dem Sessel, hab die Augen geschlossen, die Kopfschmerzen sind schon fast unerträglich!17 Uhr: Ich fange an vor Schmerzen zu weinen. Wir beschließen heim zu fahren und die Hebi anzurufen, was ich noch nehmen darf. Daheim angekommen ist es so 18Uhr. Hebi erreiche ich nicht, meine Kopfschmerzen sind mittlerweile unerträglich. Ich bekomme die Augen kaum noch auf, bin nur noch am weinen. Okay, ich rufe im Kreissaal an. Dort ging eine ganz liebe Hebi ran. Ich schildere mein Problem und frage, was ich noch nehmen darf. Hebi klingt besorgt und meint, ich solle bitte sofort vorbei kommen und meine Kliniktasche gleich mitbringen. Ich weine noch mehr, bekomme langsam etwas Angst. Mal ganz davon abgesehen, war ich emotional noch gar nicht soweit, ein Kind zu bekommen.

19.28Uhr
Ankunft im Kreissaal. Elias vorher noch bei der Oma abgegeben. Ich werde mit sorgendem Blick in Empfang genommen, und direkt in den Kreissaal verfrachtet. Die Hebi macht alles dunkel und stellt das CTG an. Sie schaut besorgt und meint: NA der kleine hat ja Stress. Herztöne bei 220. Direkt wird die Ärztin gerufen. Ich bekomme einen Zugang und direkt Scmerzmittel gespritzt. Das CTG gibt immer wieder Alarm. Die Ärztin meint, wir warten mal ne halbe Stunde, dann sollte das Schmerzmittel wirken. Sie zeigen meinem Mann, wo er schnell am CTG den Alarm ausstellen kann, damit mich das piepen nicht noch schmerzhafter macht. Die Hebi kommt bei jeden Alarm gerannt (die andere Mama die gerade am entbinden war, tat mir leid) Ich bekomme einen kalten Waschlappen auf die Stirn.
Gegen 20.30Uhr
Das Schmerzmittel hat gewirkt, die Kopfschmerzen werden etwas besser. Das CTG zeigt nach wie vor hohe Herztöne, so um die 190. Man beobachtet weiter, ob sich Sam beruhigt. 20.40Uhr keine Besserung des CTG. Die Ärztin entscheidet, einen Doppler zu machen. Ab zum US. Doppler nicht möglich, Herztöne sind einfach zu hoch. Ich frage die Ärztin, was nun passiert. Sie meinte, wir schauen, ob Sam wieder ruhiger wird, wenn nicht wird die Schwangerschaft beendet. Ich weine, will doch nicht schon wieder einen KS.
Zurück in den Kreissaal es ist 21Uhr. CTG weiterhin pathologisch, Ärztin meinte, wir warten noch 15min, wenn es sich dann nicht bessert machen wir nen KS. Nach 10min wird es irgendwie hektisch. Die Hebi kommt, zieht mir die Klamotten aus, steckt mich in ein OP Hemd. Ich wehre mich etwas, sage, das ich doch keinen KS will und das die Ärztin noch 15min warten wollte. Dann kommt die Ärztin und sagt, sie kann das nicht mehr Verantworten, es gibt jetzt einen KS. Ich sage, das ich bitte eine PDA will, ich will nicht schlafen. Die Ärztin meint, das sei nicht möglich. Es muss jetzt gehandelt werden. Ich weine nur noch. Die Anästhesistin kommt, klärt mich auf, ich versteh kaum ein Wort, bettel noch um eine Einleitung. Die Hebi fragt noch, ob wir noch EInlauf machen wollen. OT Ärztin: "Kein Einlauf, keine Rasur, ab in den OP" Ich tippel schnell noch eine SMS, habe Angst. Es ist 21.27Uhr. Und schon liege ich einem anderen Bett und werde über den Gang geschoben. *wein*
Schatz fragt noch, ob er mit darf. Er darf, bis in die Vorbereitung.
Ich werde eingeschleust, liege auf dem OP Tisch, weine ohne Ende. Die NArkoseärztin steht hinter mir streichelt meinen Kopf. Ich bekomme einen Katheder, weine, es tut weh. Dann spritzt man mir was, davon bekomme ich meine Augen nicht mehr auf, und schimpfe, das ich nichts mehr sehe und das ich Angst habe, ich merke ja noch alles. Dann wird es kalt auf dem Bauch, ich bekomme Sauerstoff, zittere am ganzen Körper. Ich will nicht. Dann bekomme ich ein kaltes Gefühl im Hals, es schmeckt ganz widerlich (ich spüre und schmecke das heute noch) dann bin ich weg.

Es ist 21.58Uhr
Sam Louis ist geboren
3400g
51cm

Ich wache auf, 22.45Uhr ca. auf der Station in meinem Bett, neben mir eine Schwester. Das erste was ich sage "Mir ist schlecht" und dann "Ich will mein Baby"
Sofort bringt mir mein Mann mein nacktes Baby. Das habe ich im Vorfeld so verlangt. Ich hatte mich doch so auf das kuscheln gefreut.
Ich kuschel, schicke, noch ein wenige in Trance, die SMS das Sammy da ist.

Heute bin ich froh und dankbar, das Sam Louis gesund zur Welt kam und das ich überhaupt wegen den Kopfschmerzen angerufen hatte. Normalerweise bin ich eher der Leidende, ertragende Typ. Aber so eine Geburt, daran hätte ich im Leben nicht gedacht! *schnief* und hab da auch ganz schön dran zu knabbern.

Im nachhinein gab es keinen Zusammenhang zwischen den Kopfschmerzen und dem pathologischem CTG. Es war keine Gestose oder so. Man vermutet einen Virusinfekt. Welch ein Glück, das ich ins KH bin!!!


« Letzte Änderung: 13. September 2014, 08:15:48 von sanigirl »

dina100

  • Gast
Antw:Sam Louis - Und alles ging so schnell!
« Antwort #1 am: 26. September 2010, 18:33:47 »
Herzlcihen Glückwunsch zum süßen jungen- Ich hatte auch eine Vollnarkose beim ersten kind, anfangs wars zwar auch schwer aber ich denke mir ich habe noch lange was von meinem Kind, hauptsache der kleine ist gesund und mir geht es auch gut.

Das erste lächeln, oder das erste Mama ist auch sehr wertvoll da vergisst man ganz schnell ein schlimmes geburterlebnis. :-*

 

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