Autor Thema: Philip - Eine Schmerzhafte Einleitung  (Gelesen 3855 mal)

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BineBine

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Philip - Eine Schmerzhafte Einleitung
« am: 12. Februar 2009, 12:56:18 »
Huhuuu…
 
So, nun komme auch ich endlich mal dazu meinen Geburtsbericht zu schreiben.
 
Angefangen hat es ja eigentlich schon am Mittwoch den 14.01.2009, da musste ich morgens zum FA, da aber das CTG von unserem Würmchen so schlecht war sollte ich sofort ins Krankenhaus und alles überprüfen lassen. Ich war schon völlig fertig mit den nerven und mir schossen sofort die Tränen in die Augen.
 
Im Krankenhaus wurde dann CTG gemacht, was aber in Ordnung war, die Hebamme meinte nur „Da haben sie aber eine Schnarchnase, der junge Mann hat nur geschlafen“.
Zur Sicherheit wurde dann noch mal Ultraschall gemacht, die Ärztin erklärte alles ganz genau, auf einmal wurde sie ganz ruhig, was mich wieder total verunsicherte. Dann die Diagnose der Ärztin „ Sie haben bischen wenig Fruchtwasser, ich rede mal eben mit dem Oberarzt wie wir jetzt weiter machen“
 
Da ich zu dem Zeitpunkt ja schon 3 Tage über den Termin war, wurde beschlossen einzuleiten. Ich sollte dann Donnerstag morgen anrufen ,wann ich hinkommen soll.
 
Nachdem beschlossen war, das Eingeleitet werden würde, war ich völlig durcheinander, nervös und mega aufgeregt.
 
Ich sollte dann Donnerstag morgen um 10 Uhr im Krankenhaus sein, ich war froh das mein Mann sich frei genommen hatte und mich begleitete.
Zuerst wurde ich 20 Minuten ans CTG angeschlossen und der Muttermund wurde abgetastet „ Der Muttermund ist noch komplett zu“  dann habe ich auch schon direkt die erste Tablette bekommen und wieder 30 Minuten CTG. Während dessen kam die Schwester und wollte mir diese super Kanüle legen, was ihr aber nicht so recht gelang, also musste der Arzt her. Wehen habe ich von der ersten Tablette überhaupt nicht gemerkt.
Ich durfte dann aufs Zimmer, wo ich mich erstmal häuslich einrichtete, war ja auch gut vorbereitet, Zeitungen ohne ende und Uno Skibo waren auch dabei. Hatte auch Glück, das war ein Doppelzimmer, aber das andere Bett war leer(erst Sonntag morgen bekam ich jemanden mit aufs Zimmer, Sonntag Nachmittag wurde ich ja entlassen;) ).
Um 12 uhr gings wieder für 30 Minuten zum CTG und um 15 Uhr noch mal, wo es dann auch direkt die nächste Tablette gab. Gegen 16 Uhr fingen so leichte Wehen an, die waren wirklich noch gut auszuhalten.
Um 18 Uhr mal wieder zum CTG, wieder für 30 Minuten. Die Wehen wurden nun etwas stärker, aber auf dem CTG nichts zu sehen. Kurz nachdem ich ans CTG angeschlossen wurde ist mein Mann dann los nachhause, weil die Ärztin meinte es könnte bis zu 5 Tage dauern und die Hebamme meinte auch, es würde noch ne ganze zeit dauern, dann muss er ja dann nicht die ganze zeit im Krankenhaus mit warten.
Mein Mann war gerade weg ,da wurden die Wehen auch schon stärker so das ich schon teilweise anfangen musste sie zu veratmen.
Auf CTG hatte ich langsam echt keine Lust mehr, weil ich absolut nicht mehr liegen konnte…. Muttermund wurde abgetastet 1 cm geöffnet.
Nur 1 cm, man war ich enttäuscht. Na gut, weiter geht’s und ich bekam die nächste Tablette.
Ab da ging es los, die Wehen wurden so heftig, kamen im 2 Minuten abstand und dauerten immer so 15 Sekunden, teilweise kamen auch 2 Wehen in der Minute, ich hatte also überhaupt keine Zeit mich zwischen den Wehen auszuruhen und neue Kraft zu sammeln.
Meinen Mann wollte ich noch nicht anrufen, das er kommen sollte, ich ging davon aus das es ja noch soo lange dauern würde. Ich war so was von froh das ich alleine im Zimmer war, ich ging nur noch auf und ab. Ständig schossen mir die Tränen in die Augen, weil die Wehen so stark waren. Ich Telefonierte mit meinem Mann,er wollte schon los fahren,aber ich meinte er solle noch warten und ich würde mich nach dem CTG melden.Um 22 Uhr war Schichtwechsel, ab da betreute mich „mal wieder“ ne andere Hebamme 
Ich ging noch mal zum CTG, nichts auf dem CTG zu sehen. Ich dachte schon ich wäre völlig bescheuert!! Hallo?? Ich habe alle 2 Minuten ne Wehe, wieso zeigt das Gerät nichts an??
Ich war sowas von fertig, diese Starken Wehen, das Gerät zeigt nichts an und dann hatten die im Kreißsaal so viel zu tun, das die mich da 45 Minuten liegen ließen und ich konnte absolut nicht mehr liegen.
Naja, ich dann irgendwann nach der Hebamme geklingelt, das ich da los komme. Die Hebamme wollte den Muttermund noch mal abtasten, ich hatte gerade meine Hose runter gezogen, als auch schon meine Fruchtblase platzte, Muttermund war zu dem Zeitpunkt 3 cm geöffnet. Dann war alles vorbei ,ich konnte nich mehr, so starke Wehen und das 4 Stunden lang dafür das der Muttermund sich gerade mal 2 cm weiter geöffnet hatte, ich fing an zu weinen. Die Hebamme meinte, ich würde jetzt dann keine Tablette mehr bekommen, da meine Wehen ja schon so stark wären und ich in der Nacht schlafen sollte. Ja, ganz toll, 5 Minuten später kam eine andere Hebamme mit der Tablette, der Oberarzt meinte ich sollte die noch nehmen. Hallo?? Ich hatte alle 2 Minuten Wehen, wie viele soll ich denn noch bekommen und stärker ging wohl auch nicht mehr.
 
Ich hatte zwar viele wehen, aber es wäre besser gewesen, wenn ich weniger gehabt hätte und die dann länger gedauert hätten. Wäre mehr auf den Muttermund gegangen.
 
Naja, gegen 23:15 Uhr war ich wieder im Zimmer, hatte schon 4 anrufe in Abwesenheit, mein Mann machte sich sorgen, weil ich mich melden wollte. Ich rief dann sofort zurück, ich konnte nur noch weinen. Mein Mann „ Soll ich jetzt los fahren“, ich verneinte, was ihm aber wohl so ziemlich egal war, denn er merkte wie schlecht es mir ging. Er rief meine Mutter an und die beiden machten sich auf den weg zu mir.
 
Inzwischen bekam ich nen Tropf, weil ich ja in der Schwangerschaft diese Streptokokken hatte, ausserdem wollte ich was gegen die Schmerzen, ich bekam ne Schmerzspritze, was ich mir hätte auch sparen können, hat null geholfen.

...... auf der nächsten Seite gehts weiter

BineBine

  • Gast
Re: Philip - Eine Schmerzhafte Einleitung
« Antwort #1 am: 12. Februar 2009, 12:56:30 »
Um 0 Uhr kamen mein Mann und meine Mutter bei mir im Zimmer an, mir war auf einmal ganz schwindelig und ich musste auf Klo, die Hebamme hatte angst das ich umkippe.
Ich wurde wieder in mein Bett gelegt und in den Kreißsaal geschoben. Ich sollte mich „Geburtsbereit“ anziehen und sollte mich ins Kreißbett legen, ich dachte noch „ man ist die bescheuert, was soll ich denn jetzt da?“
 
Ich sagte ich möchte gerne die PDA haben, nach etwa 10 Minuten kam auch endlich die Ärztin, ganze 1 ½ Stunden hat die gebraucht um die PDA zu setzen, sie hat nicht den richtigen platz gefunden. Aber als sie fertig war ging es mir wesentlich besser, ich sagte nur zu ihr „ ich werde Ihnen ewig dankbar sein“
Die PDA wirkte sehr schnell und es ging mir wieder gut, hatte das Gefühl, als wenn ich Bäume ausreißen könnte. Nun war es schon 2:30 Uhr, ich bekam zusätzlich den Wehentropf.
Jetzt ging alles auch recht schnell, um 03:00 Uhr war der Muttermund schon 7 cm geöffnet.
Die Zeit verging so schnell, wir fragten die Hebamme ,ob unser Würmchen noch in Ihrer Schicht kommen würde, „nein, das würde nicht mehr klappen. Auf keinen fall“ (ja ,das denkt auch nur Sie)
 
Unser Würmchen jagte uns noch mal nen Riesen schreck ein, die Herztöne waren auf einmal so schlecht. „Also wenn die Herztöne nicht gleich wieder besser sind oder er nicht gleich da ist, müssen wir nen Kaiserschnitt machen“
Ob er die Drohung brauchte??
Ich bekam so ein druck ,als wenn ich auf Klo müsste. Ich durfte natürlich nicht, denn die Hebamme wusste natürlich das der Druck vom Würmchen kam, das waren die Presswehen.
Man, war das herrlich, die Presswehen waren immer nur als Druck zu spüren.
Zwei Presswehen waren geschafft, da sagte die Hebamme „ Ich sehe schon den Kopf, ihr Mann sieht ihn auch schon“ mein Mann sagte JA, dabei hat er gar nichts gesehen. *lol*
Aber ich war motiviert und gab alles, zwei Presswehen später um 4:58 Uhr war Philip Andreas auch schon geboren und die Schmerzen vergessen.


Philip Andreas
16.01.2009
4:58 Uhr
3260 g
53 cm
35 KU
 
 
Schatz, nach 1 ½ Jahren üben wurde ich Schwanger und nun ist endlich unser Würmchen da.
Danke für deine super Unterstützung bei der Geburt, ohne dich hätte ich das nicht geschafft.
Ich liebe dich *kuss*
 
 
Mama, danke das du dir das noch mal angetan hast, bei einer Geburt dabei zu sein, wo du schon bei Steffi und Jenny so mitleiden musstest. Danke für deine Unterstützung.
Bist die beste Mutter, die man haben kann.
Hab dich lieb *knutscha*

Offline Moonlight0078

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Re: Philip - Eine Schmerzhafte Einleitung
« Antwort #2 am: 12. Februar 2009, 13:13:51 »
Die Einleitung war absolut nicht schön aber das Ergebnis ist toll!  ;D

Noch mal Herzlichen Glückwunsch!  ;D

Offline sweetmom

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Re: Philip - Eine Schmerzhafte Einleitung
« Antwort #3 am: 12. Februar 2009, 13:24:40 »
ohhhhhhhhhhh wie schönnnnnnnnnnnnnnnnnnn binebine!

Deine geschichte hört sich fats so wie an wie bei meiner ersten Geburt ich weiß genau wie du dich gefühlt hast!!!!!

lass dich drücken!!! :D :D :D :D :D

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Re: Philip - Eine Schmerzhafte Einleitung
« Antwort #4 am: 14. Februar 2009, 23:42:22 »
Schön geschrieben  :)

Hast Du auch ein foto von Deinem süßen??

 

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