Autor Thema: Tabea Elisabeth – doch fast ein Christkind…  (Gelesen 3805 mal)

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Offline flava06

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Tabea Elisabeth – doch fast ein Christkind…
« am: 04. Januar 2009, 13:14:24 »
Mein Geburtsbericht, leider nicht mit dem gewünschten, aber doch glücklichen Ende!

40+4, Montagabend, 22.12.: 4 Tage über Termin und das obwohl meine Gynäkologin schon im November festgestellt hatte, dass das Köpfchen unserer kleinen Maus schon sehr tief sitzt und sie mich mit den Worten „Sie wollen ja eh kein Weihnachtsbaby“ in die geburtsvorbereitende Akupunktur geschickt hat. Kurz vor dem ET war ich dann mal mit Verdacht auf Gestose eine Nacht im K’haus, aber von Wehen keine Spur… :-\
Ansonsten verlief die Schwangerschaft von den vorzeitigen Wehen in der 25SSW mal abgesehen, die mich zwangen beruflich ein bisschen kürzer zu treten und endlich zu realisieren schwanger zu sein, problemlos. Das machte uns schon mal sehr glücklich, ist es doch der dritte Versuch endlich eine Schwangerschaft zu Ende zu bringen und ein Baby im Arm zu halten.
Aber dennoch nagt so langsam die Ungeduld… ::)
Seit Samstag zeichne ich, der Schleimpfropf ist aber noch nicht abgegangen und so versuche ich mich mit meinen Mann bei Pro7 abzulenken, als gegen 20h erste zaghafte mensartige
UB-Schmerzen einsetzen. Hmm, kenn ich ja schon von den Vorwehen, muss nichts bedeuten, also erstmal abwarten. Das Ziehen hält bis zum Ende der 2. Folge von „Supernatural“ an,
da hoffe ich bereits, dass es diesmal endlich losgeht. Menne unterrichtet, der die Ruhe weg, klar, mir geht es ja auch noch gut… :)
2h später muss ich die ersten Wehen veratmen, geht gut und die Schmerzen sind immer noch mehr ein schlimmerwerdendes Ziehen. So gegen 2 Uhr kommen die Wehen alle 5-7 Minuten, jetzt wird ich langsam unruhig, da ich endlich wissen möchte, was das ganze schon gebracht hat und es kaum noch aushalten kann endlich meine Tochter zu gebären.
Wir also ab ins Auto, 15 Minuten später im Kreissaal und dann das:
Die einzige Hebamme, die ich während der Akupunktur/CTG Kontrollen nie leiden mochte hat heute Nachtdienst. Na toll! Allerdings ja nur bis 6Uhr und das werden wir ja kaum schaffen (hätte ich zu diesem Zeitpunkt geahnt, dass ich sie in der nächsten Nacht dann doch wieder als betreuende Hebamme wieder sehen würde, ich wäre wieder heimgefahren… :().
Das erste CTG wird geschrieben, ich spüre mehrere Wehen, sind aber keine zu sehen, der Knopf sitzt zu hoch. Dann die Enttäuschung bei der Untersuchung: MuMu fingerdurchlässig!
Normalerweise schicken sie Frauen mit dem Befund wieder nachhause, bei meiner Vorgeschichte werd ich auf die Station verfrachtet, mein Mann fährt wieder und ich mach in der Nacht kein Auge zu.
40+5 23.12.: Morgens bei der Kontrolle immer noch keine richtigen Wehen auf dem CTG, dabei konnte ich die ganze Nacht nicht schlafen und MuMu 2cm. Also wieder zurück ins Zimmer, ich soll laufen und wenn’s schlimmer wird mich wieder melden.
So zwischen 14-16h werden die Wehen heftiger, ich kann sie zwar gut veratmen, aber möchte jetzt doch bitte meine PDA, die ich dann um 16.30 bei 4cm MuMu auch bekomme.
Leider hatte sich bis dahin keiner gefragt, warum das alles so lange bei mir dauerte…
Um es dann zu beschleunigen, hat die Hebi (inzwischen meine Lieblings-Hebi Barbara) die Fruchtblase eröffnet und mir einen Wehentropf angehangen und mich mit den Worten:
„Ihre Tochter bekommen wir auf jeden Fall noch zusammen in meiner Schicht!“ ermuntern wollen, leider kam es anders. Die Stunden danach hab ich nur noch wage in Erinnerung, der Tropf hat schnell einen Wehensturm ausgelöst: jede Minute heftige, aber kurze Wehen, die ich versucht habe zu veratmen, die mich aber unendlich viel Kraft gekostet haben. Barbara hatte sich zwischendurch verabschiedet, was ich allerdings nur am Rande wahrgenommen habe, so vertieft war ich ins Atmen. Als der Muttermund auf war, wollte das Köpfchen nicht rutschen, war immer noch auf Beckeneingangsebene und das Scheitelbein donnerte mir bei jeder Wehe gegen die Symphyse. Ich wurde von rechts nach links, auf die Knie, sitzend bewegt, sollte immer wieder pressen, aber es tat sich nichts. Dann sind mir die inzwischen wieder im Dienst angekommene Zicken-Hebi und die OÄ auf den Bauch gestiegen und haben fest nach unten gedrückt, da dachte ich ich sterbe gleich. Der Kleinen ging es GsD die ganze Zeit über gut, zu gut, denn sie hatte immer noch Lust mich auch während der Wehen zu treten  ;D!
Gebracht hat das alles nichts und als der Chefarzt mir dann um kurz nach 21Uhr sagte, er denkt nicht, dass es so was wird, hab ich sehr schnell dem Kaiserschnitt zugestimmt. Die Schmerzen waren fast unerträglich geworden!
Der KS verlief dann problemlos, ich hab allerdings die ganze Zeit gezittert wie Espenlaub und mich noch im OP übergeben, meine Kräfte waren am Ende.
23.12. 21.59h: Unsere Tochter schreit! Sofort nach dem Abnabeln machte sie auf sich aufmerksam und guckte mich aus ihrem großen OP-Tuch mit offenen Augen an. So süß!
Ich war so stolz, so froh&glücklich, dass alles doch noch gut gegangen war!
Eine halbe Stunde später hab ich sie im Arm gehalten, mein Mann hatte sie zuvor auf seiner Brust, ich hab sie sofort gestillt und es war wunderschön.

Nach 2 Jahren hielten wir endlich unsere Tochter Tabea Elisabeth in den Armen!
3850g, 53cm, KU 35cm

Danke mein Schatz, du warst mir eine wunderbare Unterstützung, ohne dich hätte ich das alles nicht geschafft, ich liebe dich!!!

Offline Emma2006

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Re: Tabea Elisabeth – doch fast ein Christkind…
« Antwort #1 am: 04. Januar 2009, 15:15:35 »
Wie schön, jetzt hab ich doch ein paar Tränchen verdrückt!

Ich freue mich sosehr für Euch!!!
ich wünsche Euch nochmal alles, alles Gute und eine tolle Kennenlernzeit!  :-*

Offline lotta

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Re: Tabea Elisabeth – doch fast ein Christkind…
« Antwort #2 am: 05. Januar 2009, 08:46:36 »
Mensch Flava.... es ist so schön, dass euer Wunsch endlich in Erfüllung gegangen ist!

Mir ging es wie Emma... ein paar Tränchen konnte ich nicht zurückhalten....

Offline sanigirl

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Re: Tabea Elisabeth – doch fast ein Christkind…
« Antwort #3 am: 11. Januar 2009, 20:30:06 »
Ich freue mich wirklich soooo sehr für dich und gratuliere dir auf diesem Wege noch zu deiner Tochter, die einen wunderschönen Namen bekommen hat. Habt eine tolle Zeit zusammen!!!

Offline Kathikatze

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Re: Tabea Elisabeth – doch fast ein Christkind…
« Antwort #4 am: 11. Januar 2009, 23:20:22 »
Was für ein schöner Bericht  :)
Ich hab auch ein paar Tränchen verdrückt... GsD habt Ihr Eure Maus jetzt fest im Arm!
...und wenn Du wegen des KS reden möchstest, kannst Du gerne PN´en

 

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