Autor Thema: Wie geht es weiter?  (Gelesen 9280 mal)

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Offline Amselmädchen

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Wie geht es weiter?
« am: 11. Dezember 2013, 12:12:23 »
Hallo liebe LZ-Übis  :-*

Ich möchte mal zu euch stoßen, auch wenn ich nicht weiß, ob ich lange bleibe, einfach weil ich noch nicht weiß, wie es bei mir weiter geht. Vielleicht bekomme ich hier etwas Klarheit.

Ich bin 2006 mit 30 stolze Mama eines süßen Sohnes geworden. Ich bin ohne Probleme schwanger geworden und die Schwangerschaft verlief (bis auf Frühwehen in der 28. SSW) problemlos. Vier Jahre später haben wir uns entschieden, ein Geschwisterchen zu bekommen, ich wurde wieder schnell schwanger, leider endete diese Schwangerschaft in der 9 SSW. Danach haben wir erstmal eine Pause eingelegt. Doch der Kinderwunsch blieb. Ende letzten Jahres haben wir gesagt, wenn wir es jetzt nicht mehr versuchen, dann werden wir zu dritt bleiben. Und haben dann aufgehört zu verhüten. Was folgte waren 4 Schwangerschaften, die alle zwischen der 5. und 9. SSW endeten.  :'(

In der letzten SS bin ich getestet worden, ob eine Gerinnungsstörung vorliegt, das ist jedoch nicht der Fall.

Wir haben uns jetzt gesagt, dass wir den Kinderwunsch auf Eis legen und dann eben zu dritt bleiben. Dafür gibt es zwei Gründe.

1. das Alter. Wir sind 38 Jahre alt und auch wenn es in der heutigen Zeit normal ist, in diesem Alter Kinder zu bekommen, habe ich doch gemerkt, das es mir persönlich langsam zu spät wird.  :-\

2. der Stress. Wir kennen einige Paare, die der Kinderwunsch nervlich fertig gemacht hat. Die Rennerei von einem Arzt zum anderen und immer neue Enttäuschungen haben sie wirklich zermürbt.  :-\ Wir sind ja wirklich glücklich und wollen lieber unser Leben genießen, statt es mit immer neuen zerstörten Hoffnungen zu belasten.
Denn was nach 5 FGs zweifellos kommen würde wäre jetzt eine abklärung der ganzen Geschichte.

Aber ich merke jetzt schon, wie der Kinderwunsch weiterhin da ist. Vielleicht muss ich mich auch einfach wieder auf andere Sachen konzentrieren und mir sagen, dass es eben einfach nicht sein sollte. Und wie gesagt, wir haben ja ein schönes Leben.
Ich tue mich sehr schwer damit, zu entscheiden, wie es weitergeht.
Die FG letzte Woche tut mir so weh, aber noch mehr schmerzt glaube ich die Endgültigkeit, der Entschluss, kein Kind mehr zu bekommen. Und aufgrund dieses Schmerzes, stelle ich den Entschluss wieder in Frage.

Was für Untersuchungen kämen denn jetzt auf uns zu? Woran kann es liegen, dass ich zwar andauernd schwanger werde, die Babys aber nie halten kann?

Ich weiß wirklich nicht, wie es weitergehen soll. Und 4 FGs in einem Jahr sind einfach zu viel.  :-\

Offline Lieschen123

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Antw:Wie geht es weiter?
« Antwort #1 am: 11. Dezember 2013, 13:32:37 »
Vorweg, ich gehoere hier eigentlich nicht her und habe auch nicht wirklich erfahrung mit diesem thema....

Bei Dine21 war der Grund ihrer FGs ein akuter Vitamin D Mangel, obwohl sie vorher zwei gesunde kinder auf die welt gebracht hat. Na der Vit D Kur ist sie wieder ss geworden und hat ende nov eine gesunde tochter auf die welt gebracht.
« Letzte Änderung: 11. Dezember 2013, 13:40:13 von tinkerbell »


Offline Mondlaus

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Antw:Wie geht es weiter?
« Antwort #2 am: 11. Dezember 2013, 14:29:04 »
Wenn du nur die Gerinnungsfaktoren getestet hast - hattet ihr eine genetische Untersuchung, die ggf. eine Translokation aufdeckt? Wurde das abgestoßene Gewege untersucht? Genetische Faktoren sind sehr wichtig!

Ich hatte auch viele FGs. Bei mir wurde letztlich eine Gerinnungsstörung festgestellt, und die Behandlung scheint zu helfen.

Allerdings waren wir in der KiWu bei einer Ärztin, die auf FGs spezialisiert ist - sie forscht intensiv besonders bei Frauen, die viele FGs hatte und bei denen kein eindeutiger Grund festgestellt werden kann.
Was dabei herauskam ist, dass viele Frauen aufgrund eines Gendefekts ein immunsystem haben, welches nicht, wie es bei normalen Schwangerschaften der Fall ist, deaktiviert wird, um den Fötus nicht abzustoßen. Das Immunsystem greift den Fötus an und es kommt zur Fehlgeburt, je nachdem, wie es ausgeprägt ist, in verschiedenen Stadien nach der 12. Woche. Es gibt einen Bluttest, welcher bestimmen kann, ob das bei einem der Fall ist - er testet auf sogenannte Trophoplastenantikörper. Diesen Test hätten wir als nächstes gemacht, doch dann wurde ich schwanger und es hatte sich erledigt.

Die Sache ist die, der Test kostet 500 Euro. Wenn positiv, dann wird in der Schwangerschaft eine Therapie mit Immunoglobulin durchgeführt - ein mal pro Woche eine Infusion. Allerdings für selbstzahler. Die Infusion kostet 900 Euro, bis zur 30 Woche braucht man logischerweise 28 davon, was über 20 000 Euro ausmacht, die man hinlegen muss. Allerdings hat sich die Zahl der FG unter der Behanlung deutlich verringert. Wir wären diesen Weg wohl gegangen.

Weiterhin wurde uns empfohlen, im Rahmen einer IVF das Embryo kurz vor Transfer in EmbryoGen 'einzulegen' - das sind Wachstumsfaktoren und diese haben anscheinend auch einen Wert.

Offline Mephistophelessa

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Antw:Wie geht es weiter?
« Antwort #3 am: 11. Dezember 2013, 14:39:52 »
Mondlaus, 20.000 € muss man aber auch erstmal haben  s-nachdenken Schon etwas heftig.

Amselmädchen: Ich kann Dich verstehen, dass das sehr an die Nieren geht. Diese Schwangerschaft kann ich bei weitem nicht mehr so genießen, wie die ersten beiden mit meinen Mädels. Vor jedem Ultraschall ging es mir so schlecht .... ich war ein nervliches Wrack.

Ich bewundere ja auch Mädels wie Andi, die nicht aufgeben und es immer weiter versuchen. Keine Ahnung, woher diese Kraft kommt. Aber ich wünsche sie Dir! Und ich wünsche Euch, dass Ihr mit gesunden Babys im Arm belohnt werdet!

Offline lotta

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Antw:Wie geht es weiter?
« Antwort #4 am: 11. Dezember 2013, 18:28:02 »
Meine Frage hat Mondlaus schon gestellt. Wurde eine genetische Untersuchung durchgeführt?

Dabei kam bei mir auch eine Gerinnungsstörung raus, die so durch eine frühere "normale" Blutuntersuchung nicht entdeckt worden ist.

Ansonsten kann ich mich noch an eine Userin von hier erinnern (das ist aber Jahre her...) bei der sie und ihr Mann jeweils Träger eines bestimmten (mutierten) Gens waren und je nach Kombination beim Embryo wurde es eine Fehlgeburt (auch immer vor der 10. SSW). Wenn ich mich richtig erinnere, hatte sie auch ein gesundes Kind zur Welt gebracht und danach traten dann viele Fehlgeburten auf.

Die beiden waren dann in einer KiWu Klinik und haben noch 1 (oder 2?) gesunde Kinder bekommen.

Wie wäre es, wenn ihr euch in einer Kinderwunschklinik beraten lasst? Nur, weil man da hingeht und die Untersuchungen machen lässt, bucht man ja nicht gleich das volle Programm mit ;)

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Antw:Wie geht es weiter?
« Antwort #5 am: 11. Dezember 2013, 18:58:20 »
@Kiti, lieb, daß du da an mich denkst :-* aber ob das so bewundernswert ist, das weiß ich auch nicht  :D

@Amsel, ich hab deine Geschichte ein wenig mitverfolgt. Erstmal tut es mir sehr sehr leid, daß du das schon wieder erleben musst s-hug

Ich weiß auch nicht, ob  du meine Geschichte kennst, es waren auf jeden Fall 8 FG´s die letzten 3 Jahre.

Ich kann dir nur empfehlen in eine KiWu zu gehen und dich und deinen Partner dort komplett durchchecken zu lassen. Sprich Gerinnung, d.h. alle Parameter!!!
Ein SG machen zu lassen, zum Humangenetiker zu gehen und eure Chromosomen checken lassen.

Die KK übernimmt die Kosten, wenn ihr verheiratet seid, was ich aber annehme, oder?

Oft ist es wirklich nur eine klitze kleine Kleinigkeit, die solche Auswirkungen hat.

Bei mir z.B. hat man das Pai 1 homozygot festgestellt, das ist ein Gendefekt eines Gerinnungsfaktors. Ob das aber die Ursache ist, kann mir kein Mensch sagen. Da ich ohne Schwierigkeiten bereits 2 Kinder gesund ausgetragen habe.

Als ich in der KiWu in Behandlung war, wurde mir das alles zuviel - ehrlich gesagt, meine Psyche war restlos im Keller. Dann nach einer weiteren FG hängte ich den Wunsch an den Nagel. Hatte wirklich damit abgeschlossen und mir ging es wieder gut.
Richtig gut!

Jetzt unverhofft, ungeplant mit keinerlei Medis, hat sich ein kleines Krümelchen eingeschlichen  :-[ und ich war und bin auch ehrlich gesagt noch überhaupt nicht davon begeistert. Die Angst sitzt einfach zu tief.

Täglich spritze ich Heparin und nehme L-Thyrox und Folsäure prophyklaktisch.
Sonst nix ... kein Utrogest und auch keine Infusionen, die ich hier auch noch rumliegen hätte.

Das Intralipid, so heißen die Infusionen basieren auf ich glaube Sojabasis und sollen die Killerzellen vom Baby ablenken  ;)

Das Heparin spritze ich um das Blut zu verdünnen und somit kleinen Thrombosen in der Gebärmutter vorzubeugen.

Ob es hilft ---- keine Ahnung ... meine Devise lautet derzeit .... abwarten  8)

hab auch erst nächste Woche nen FA Termin, da bin ich dann in der 8. SSW.

Ich hab mir fest vorgenommen, mich nie mehr so verrückt zu machen, da ich wirklich krank davon wurde.

Sodele, jetzt kennst meine Erfahrungswerte in Kurzversion und eigentlich kann ich dir nur empfehlen, dir etwas Gutes zu tun, ne KiWu aufzusuchen und einfach alles durchchecken zu lassen.
Versuch den Kopf frei zu kriegen und immer nach vorn schauen, nie zurück :-* s-hug

Falls du noch Fragen hast, dann frag, hab immer ein offenes Ohr  ;)

Offline Lambo

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Antw:Wie geht es weiter?
« Antwort #6 am: 12. Dezember 2013, 09:21:30 »
Hallo Amsel,
Es tut mir von Herzen leid, dass es wieder nicht gut gegangen ist :'(
Das du nicht einfach aufgeben kannst, verstehe ich voll und ganz.
Ich habe von Gerinnungsstörungen usw keine Ahnung, ich kann nur von mir sagen, dass bei mir die Schilddrüse Schuld war. Ich habe das durch Zufall testen lassen und habe dann auch mal gegooglt.
Schilddrüsenprobleme sind oft ein unentdeckter Grund für eine FG oder es kommt erschwert zur SS.
Vielleicht eine Möglichkeit...

Offline Amselmädchen

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Antw:Wie geht es weiter?
« Antwort #7 am: 12. Dezember 2013, 09:44:49 »
Danke, Ihr Lieben, für Eure Anregungen, Erfahrungen und Tipps.  :-*

Ich weiß im Moment einfach nicht, wo mir der Kopf steht. Gestern Abend z.b. war die Situation "ok" für mich, ich war mit der Situation recht klar und habe sogar darüber nachgedacht, welche Schritte ich jetzt beruflich gehen möchte. Und heute morgen breche ich in Tränen aus, als ich ein altes Foto von meinem Sohn sehe. Da ist er drei, das Bild hängt am Kühlschrank und ich habe sein kleines Gesichtchen gesehen und seine blonden Haare und musste so weinen, weil er schon so "groß" ist und ich nie wieder so ein kleines Mäuschen bei mir haben werde.  :'(

Ich habe gestern ein paar Adressen rausgesucht und sie mal angeschrieben. Vielleicht lässt die deutsche Servicewüste ja zu, dass mir jemand antwortet. Dann würde ich vielleicht einen Termin machen oder so...  ::)

Ansonsten denke ich immer darüber nach, dass ich schon 38 bin. Versteht mich nicht falsch, wir sind alles andere als "alt". Wir sind ein junges, modernes Paar, aber dennoch habe ich scheinbar meine persönliche Kinderkrieggrenze darunter angesetzt. Aber wenn der Wunsch doch da ist? Aber wenn es wieder schief geht? Und uns läuft die Zeit davon!!

Ach man!!  :-\

Offline lotta

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Antw:Wie geht es weiter?
« Antwort #8 am: 12. Dezember 2013, 09:47:47 »
Ich bin 40 ;) und man ist eigentlich doch immer so alt wie man sich fühlt!  ::)  :)


Offline Amselmädchen

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Antw:Wie geht es weiter?
« Antwort #9 am: 12. Dezember 2013, 09:51:14 »
Ja, Lotta, du bist auch eines meiner großen Vorbilder   ;)

 :-*

Offline lotta

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Antw:Wie geht es weiter?
« Antwort #10 am: 12. Dezember 2013, 09:57:10 »
*hach*  s-biggergrin

 :-*

Offline LadySunshine

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Antw:Wie geht es weiter?
« Antwort #11 am: 12. Dezember 2013, 10:32:38 »
Hallo Amselmädchen,
ich hatte meine 3 FGen vor dem ersten Kind. Schuld war eine Schilddrüsenunterfunktion (die kann der Hausarzt mit nem simplen Bluttest feststellen), eine Eizellreifstörung (Maira ist mit Hilfe von Clomifen entstanden) und sowas, was Mondlaus anschrieb. Ich hatte zuviele natürliche Killerzellen im Blut. Die ließen keine SS zu. Meine FGen waren aber schon recht früh, es war nie ein Herzschlag zu sehen. Ich wurde damals bei Maira mit Immunglobulin behandelt, musste alle 3 Wochen zu Infusionen. Meine Werte blieben aber komischerweise richtig hoch (normal war 12%, ich hatte immer zwischen 40und 50%). Trotzdem ging die SS gut, sodass meine FÄin zum Schluss kam, dass man nicht sicher sagen kann, ob das alleine nun das Problem war bei den FGen oder nicht doch auch andere Faktoren ausschlaggebend waren.
Bei Marten wurde ich sofort im 1.Zyklus schwanger, ohne Hormone. Die SS verlief absolut problemlos, auch ohne Infusionen. Die Frühgeburt lag an einem anderen Problem.
Übrigens waren die Bluttests und die Infusionen bei meiner FÄin kostenlos! Warum genau, weiß ich leider nicht, aber nach min. 3 FGen stehen dir einige Behandlungen zu, die übernommen werden.

Offline Amselmädchen

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Antw:Wie geht es weiter?
« Antwort #12 am: 18. Dezember 2013, 10:22:24 »
Danke, Lady Sunshine, für deine Antwort  :-*

Tja, wie geht es mir mittlerweile? Es ist anders als bei den anderen FGs. Über dem ganzen Verlust schwebt das Damoklesschwert der Endgültigkeit und ich komme damit überhaupt nicht klar. Mein Kopf sagt, ich soll mich nicht in diesen Strudel stürzen. Nach 5 FGs und mit 38, einem schönen Leben und einem Kind, dass halbwegs aus dem "Gröbsten" raus ist, sollten wir zufrieden sein und glücklich damit was wir haben. Wer weiß wie lange es dauert bis wir unser Wunschbaby bekommen? Vielleicht nie? Vielleicht ist es krank? Vielleicht wird es wieder eine Odysse von sinnlosen Arztbesuchen und dann am Ende lande ich eh wieder auf dem OP-Tisch. Und dann wieder das Gefühl alles umsonst. Und wieder ein neuer Trauertag im Kalender.

Und dennoch komme ich nicht damit klar zu sagen, "wir hören auf" (und ich schreibe bewusst nicht "wir geben auf"). Ich bin so extrem empfindlich, kann mir keine Babybilder meines Sohnes ansehen ohne loszuheulen. Das kenne ich nicht von mir.  :-\

Alles doof im Moment. Morgen habe ich einen Termin bei meiner FÄ zur Nachkontrolle. Vielleicht spreche ich mal mit ihr darüber.

Offline maja588

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Antw:Wie geht es weiter?
« Antwort #13 am: 19. Dezember 2013, 13:23:04 »
amselmädchen, ich drück dich mal s-hug
ich kann sooo gut nachvollziehen wie es dir zur zeit geht.. ich habe auch diese ups and downs seit der AS..
einen tag geht es mir total gut und wieder am nächsten tag könnt ich nur weinen..
und als es dann letzte woche auch noch hieß, es ist nicht alles raus mit der AS.. da dachte ich wirklich "kann denn nicht einmal was normal verlaufen" ich war richtig sauer. nicht auf die ärzte, die können ja nix dafür, einfach auf alles, auf das ganze jahr, weil einfach alles schief gelaufen ist, was nur schief laufen konnte.
nach der ELSS im sommer ging es mir viel zu gut. das sehe ich aber erst jetzt so richtig.. und es kommt mir so vor, als ob ich grade beides zusammen verarbeiten würde, das vom sommer und die AS von letzter woche.. eben weil ich es im sommer scheinbar versäumt habe, darüber nachzudenken oder zu trauern oder was weiß ich.. es war sommer, ich hatte viel um mich rum.. da hab ich das so weggedrängt und mir gedacht wird schon wieder... ganz anders als jetzt im winter, da sitzt man ja doch mehr zuhause in seiner freizeit und hat zeit zum grübeln..
du hast aber noch weitaus mehr mitgemacht als ich.. deshalb kann ich wahrscheinlich auch nur annährend nachvollziehen wie es dir gehen mag.. ich möcht dir damit nur zeigen, dass du nicht allein mit deinen gedanken bist (auch wenn dir das vielleicht nix bringt.. in so einer situation interessieren einen ja die sorgen anderer eher weniger..).. ach ich weiß auch nicht, die richtigen worte zu finden ist sehr schwierig..
was sagt denn dein mann zu der ganzen sache? wie steht er dazu?
bei mir ist es so, dass meiner jede entscheidung nachvollziehen könnte, sagt er. ob pause, oder erstmal ganz lassen und in ein paar jahren wieder versuchen, oder gar nicht mehr versuchen. er sagt, ich muss das wissen wie ich da weitermachen will, ob und wann.. ich bin da zwar recht dankbar darüber, dass er mir da quasi freiraum lässt, nur stehe ich trotzdem irgendwie alleine da mit der entscheidung.. ich weiß er möchte gerne ein kind haben, eines dass er auch richtig aufwachsen sieht, bei seiner tochter war das ganz anders früher, da hat er sich von der mutter getrennt da war die kleine ca ein jahr alt.. und ab da hat er sie nur noch alle zwei wochen mal gesehen.. und als knapp 20jähriger hatte er auch noch nicht so ein riesiges interesse am kinder-aufziehen.. so blöd es sich anhört.. heute würde er da voll dahinter stehen und am aufwachsen eines kleinen kindes spaß haben.. aber er sagt eben die entscheidung kann er mir nicht nehmen, das kann keiner, weil ich diejenige bin, die die ganzen körperlichen strapazen zusätzlich zum kopfteil mitmachen musste..
einen termin in der kiwu habe ich jetzt für ende januar ausgemacht. wenn ich bis dahin keine lust drauf habe, kann ich den immer noch absagen.. der ist also erst mal nur "vorsorglich".. wie es wirklich weitergeht weiß ich noch gar nicht so richtig.. vor dieser ewigen stimu-odysse graust mir nämlich ehrlich gesagt schon wenn ich nur dran denke :-X

mannomann jetzt habe ich wieder so viel geschrieben.. und auch so viel über mich.. dabei wollt ich eigentlich nur sagen, dass du nicht allein bist und dass ich ebenso wie wahrscheinlich viele andere gerade in so einer verzwickten situation stecken.. wir müssen das irgendwie meistern, und das werden wir auch s-hug jeder hat sein päckchen zu tragen und früher oder später kommt man über alles hinweg und kann wieder neu starten s-hug

achja genau, wie war dein nachsorge termin heute?

Offline Amselmädchen

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Antw:Wie geht es weiter?
« Antwort #14 am: 20. Dezember 2013, 15:48:20 »
Hallo maja, süße Maus  :-*

Danke für die Drücker  :)

Mit geht es auch so, ich habe das Gefühl, diese FG ist schlimmer als alle anderen. Aber ich glaube, es ist so, weil ich anfangs ganz rigeros gesagt habe, das es das jetzt mit dem Kinderwunsch war. Seit ich diese Frage ein wenig offen im Raum stehen lasse, geht es mir auch wieder besser.

Mein Mann ist genau wie deiner  ;D
Er hat sich nach der Ausschabung ähnlich wie ich gegen eine weitere SS ausgesprochen, bzw. hat er mir zugestimmt. Obwohl ich genau das selbe gesagt habe, fand ich es aber schlimm, das von ihm zu hören. Vielleicht wollte ich eher sowas hören wie "ach quatsch, wir machen auf jeden Fall direkt weiter, das klappt bestimmt"  ::) Keine Ahnung. Als er aber gemerkt hat, wie nahe mir das Ganze geht, hat er gesagt, wir können auch gern über alles reden und er macht auch alles mit, hauptsache ich bin glücklich. Ist ja schon süß und lieb.  :-*

Der Termin gestern bei der Nachuntersuchung war sehr gut. Bei mir ist alles gut gelaufen, keine Reste mehr in der Gebärmutter. Ich fühle mich auch wieder körperlich fit. Meine Ärztin hat gesagt, sie hat sich sehr gewundert über mein sehr direktes "nein" zu einem weiteren Kind und hat die Aussage als "Selbstschutz" tituliert. Sie hat meine Eierstöcke untersucht und gesagt, wir könnten direkt weitermachen, in jedem sind ungewöhnlich viele Folikel zu sehen die alle bereit sind.  :D Na ja, dass mein Mann und ich in Sachen Fruchtbarkeit keine Probleme haben, wussten wir schon, bei mindestens 5 Schwangerschaften allein in den letzten 12 Monaten.  ::)
Wir haben jetzt für den 16.1. einen Gesprächstermin bei meiner Ärztin, mal sehen was daraus wird. Ach ja, und sie sagte noch, es sei völliger Quatsch wegen des Alters. Sie selbst hat mit 37 das erste Kind bekommen, mit 40 das zweite und mit 44 das dritte. Zwischen dem zweiten und dem dritten hatte sie selbst drei FGs, aber danach hat es halt auch wieder geklappt. Die Frau ist echt toll.  :)

Ich hoffe, du kannst Weihnachten dennoch genießen! Hoffentlich geht alles gut bei dir. Ich drücke sooo die Daumen das du um eine weitere Ausschbung rumkommst!!

Alles Liebe!  :-*

 

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