NACKENTRANSPARENZMESSUNG / NACKENFALTENMESSUNG

Polyzystisches Ovarialsyndrom (PCO)

Das Polyzystische Ovarialsyndrom (engl.: Polycystic ovary syndrome; kurz: PCO-Syndrom, PCOS) ist eine der häufigsten Stoffwechselstörungen geschlechtsreifer Frauen, ausgelöst durch unterschiedliche pathogenetische Mechanismen. Das PCOS ist die häufigste Ursache für erhöhte Androgenspiegel (Hyperandrogenismus), Zyklusstörungen und Unfruchtbarkeit bei der Frau. Die ältere Bezeichnung Stein-Leventhal-Syndrom ist auch heute noch in Gebrauch. Andere mögliche Bezeichnungen sind chronische hyperandrogenämische Anovulation (CHA) oder Polycystic Ovarian Disease (PCOD).

Kinderwunsch
Ist hingegen der Wunsch nach einer Schwangerschaft vorrangig, kann die Krankheit mittels folgender Medikamente bzw. Therapien behandelt werden.

  • Ernährungsumstellung
  • vermehrte körperliche Aktivität
  • Clomifen
  • Gonadotropine (hMG, FSH) nach vorheriger Ovarialsuppression durch GnRH-Analoga
  • Glukokortikoide
  • pulsatile Gabe von GnRH
  • Metformin (bei Vorliegen eines metabolischen Syndroms mit Insulinresistenz, z.Z. noch off label use, d.h noch nicht offiziell zugelassen für diesen Zweck)
  • Operative Behandlung (z.B. sog. Laserdrilling der Ovarien im Rahmen einer Laparoskopie: mit fokussiertem CO2-Laser werden ca. 15-20 etwa 1 mm breite Stanzen in die Tunica albuginea gesetzt. Für eine begrenzte Zeit stellen sich wieder Ovulationen ein, der Mechanismus ist unklar. [3])

    Aufgrund des chronischen / progredienten Charakters vieler Androgenhaushaltstörungen muss man sich auf eine Langzeitbehandlung einstellen; daher sollte spätestens nach 9-12 Monaten der Therapieerfolg objektiviert und evtl. eine Umstellung der Medikamente eingeleitet werden.



  • [JennyS]

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