Autor Thema: Antonias Geburt bei ET+11  (Gelesen 2824 mal)

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Offline Napolitana

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Antonias Geburt bei ET+11
« am: 19. November 2015, 22:44:25 »
Normalerweise gehört es nicht in einen Geburtstbericht, aber ich möchte Euch auch kurz erzählen, wie Antonia entstanden ist, weil ich finde, dass es bei ihr irgendwie dazugehört und auch zusammenpasst. :)

Wir wollten ein 2. Kind, allerdings noch nicht jetzt, sondern erst in ein paar Monaten oder einem Jahr. Ich hatte mir nach Isabellas Geburt die Kupferspirale einsetzen lassen, aber das blöde Ding hat mir nur Ärger gemacht. Nach einem Jahr mit Zwischenblutungen und ständigem Zwicken im Unterleib hatte ich einfach keine Lust mehr auf das blöde Teil und hab es recht spontan entfernen lassen, das war an einem Mittwoch. Die FÄ fragte mich noch wann ich meinen Eisprung hätte und ich sagte "heute oder morgen".
Am Samstag, also 4 Tage vorher, hatten wir zuletzt geherzelt und dann bin ich auf Geschäftsreise.
Als ich wiederkam fiel mir auf, dass ich meine Mens nicht bekommen hatte und obwohl für mich feststand, dass es völlig unmöglich ist, hab ich einfach nur so zur Beruhigung einen SST gemacht, den ich noch zu Hause rumliegen hatte und mich hat wirklich der Schlag getroffen, als der eindeutig positiv anzeigte.
Bei mir wurde gerade eine Stoffwechselstörung diagnostiziert (Insulinresistenz) mit der man angeblich auch schlechter ss werden kann, außerdem hab ich die Schilddrüsenkrankheit Hashimoto und hatte gerade einen Schub und daher aktuell schlechte Werte, dazu kommt, dass das Kupfer in der Spirale angeblich Spermien abtötet - und trotzdem wurde ich schwanger? ??? Einerseits war ich völlig geschockt und überfordert, weil unsere Große sowieso so schlecht schlief und die ständig zu kurzen Nächte zusammen mit dem stressigen Job mich sowieso schon so ausgelaugt haben, da fragte ich mich, woher ich die Kraft für ein zweites Kind nehmen soll, andererseits wollte ich mich mit dem Gedanken auch nicht anfreunden, da durch die schlechten Blutwerte auch noch ein erhöhtes FG Risiko da war.

Aber die SS blieb intakt und verlief völlig unauffällig.

Irgendwie bin ich immer davon ausgegangen, dass ich bis maximal ET gehe, weil Isabella auch eine Woche vor ET kam und in meiner Familie genauso wie in der meines Mannes alle Kinder immer etwas früher geboren wurden. Einerseits wusste ich dass es Quatsch ist, andererseits war ich dann doch völlig überrascht, als ich über ET ging und sich nichts tat.
Ich hatte aber keine größeren Zipperlein und so war es recht gut auszuhalten. Immerhin hatte ich mir die ganze SS schon die Frage gestellt ob ich die Kraft haben werde für ein zweites Kind und so habe ich die letzten Tage auch noch irgendwie als Ruhe vor dem Sturm genossen :)

Ab ET musste ich wie üblich alle 2 Tage zur Kontrolle, aber alle Werte waren gut. Die Hebamme meinte bei ET+6 noch, dass sie fast den 2. Finger in den MuMu einlegen könnte. Ab dann musste ich zur Kontrolle ins KH und der Termin für die Einleitung am Montag bei ET+11 wurde vereinbart, wobei ich es zuerst mit einem Wehencocktail versuchen wollte und nicht gleich mit der Chemiekeule.
Bis zu diesem Tag hatte ich manchmal abends leichte Wehen, nie regelmäßig und immer wieder waren sie verschwunden. Die letzten Tage vor der Einleitung war dann sogar gar nichts mehr. Trotz aller möglichen Hausmittelchen ;)

16.11.2015 - ET+11

8:00 Uhr
Die letzte Chance, dass sie selbst startet, ist vorbei. Mein Mann hat Isabella in die Kita gefahren und wir fahren ins KH. Dort wird ein CTG geschrieben, wie immer völlig unauffällig, und ich bekomme den Cocktail um 9:15 Uhr. Rizinus mit Sekt und Aprikosensaft, 2 Gläser voll. Schmeckt gar nicht so eklig, trotzdem trinke ich es zügig, ich will es hinter mir haben. Dann soll ich nach 30 Minuten wieder ans CTG für etwa eine Stunde.

11:00 Uhr
Alles ruhig. Mir ist ein bisschen unterschwellig übel von dem Cocktail und ich fühle mich irgendwie komisch, aber es ist nicht recht in Worte zu fassen. Es heißt ich soll auf Station und mein Zimmer beziehen, aber es ist noch nicht fertig, die Dame zieht erst gerade aus, also gehen wir spazieren. Dann bekomme ich Mittagessen. Meinem Mann wird merklich langweilig (was er nie zugeben würde)und ich fühle mich immer noch komisch und bin ziemlich müde, also sage ich ihm, er soll doch runter in die Innenstadt und spazieren gehen, ich werde mich dann schlafen legen und muss dann sowieso wieder ans CTG.

13:15 Uhr
Ich muss wieder ans CTG. Irgendwie habe ich Schmerzen, die ich nicht Wehen nennen würde, denn es ist mehr stechen und reißend und auch nicht wellenartig wie Wehen, eher dauerhaft. Sage ich der Hebi, sie findet das nicht ungewöhnlich im Zusammenhang mit dem Cocktail und sagt beim CTG, dass man es am Kind merkt, die Herztöne sind deutlich nervöser, gehen hoch bis 180 zum Teil. Wehen zeichnet es nicht auf, kenne ich aber schon von Isabellas Geburt, da hatte ich laut CTG nicht eine Wehe während der ganzen Geburt ;D

15:00 Uhr
Die Schmerzen sind verschwunden, mein Mann wieder vom Bummeln da, wir gehen kurz spazieren, aber das tut mir nicht gut irgendwie, ich bin immer noch müde und genervt, stelle mich schon auf einen tagelangen Einleitungsprozess ein und sage meinem Mann, er soll nach Hause fahren und Isabella dann regulär von der KiTa holen (hätten sonst meine Eltern gemacht und dann wäre sie dort geblieben), denn ich will, dass sie so lange wie möglich halbwegs Normalität genießt. Also sage ich meinen Eltern Bescheid sie brauchen nicht kommen und mein Mann fährt nach Hause.

17:00 Uhr
Mein nächster CTG Termin steht an. Ich sichere mir vorher vom Buffet noch eine große Portion Abendessen aus Angst, die leckeren Sachen sind alle weg bis ich wieder aufs Zimmer komme ;D
Ich lege mir eine Surfbrett-Binde vom KH ein, man weiß ja nie ;)
Auf dem Weg zum CTG habe ich so was wie leichte Wehen, nicht ernst zu nehmen. Fühlen sich an wie an manchen Abenden zuvor. Die gehen bestimmt wieder weg. Ich lasse mich also wieder ans CTG hängen, wo natürlich keine Wehe zu sehen ist und schlafe gerade ein als es in der Nähe meines Muttermundes "peng" macht. Ich schrecke hoch. Hab ich das jetzt geträumt? Wenn ich nicht wüsste, dass sie da ihren Kopf hat, hätte es auch ein heftiger Tritt sein können. Aber ne Kopfnuss wird es ja wohl kaum gewesen sein ::)
Ich halte fast die Luft an, warte. Läuft kein Fruchtwasser. Doch nur Einbildung? Die Wehen werden etwas stärker, aber noch nicht wirklich schlimm. Einbildung? CTG zeigt nichts... soll ich die Hebi rufen? Ach, egal. Ich warte und schaue mal auf die Uhr... 17:30 Uhr...

17:45 Uhr
Die Hebi kommt, ich sage ihr was passiert ist. Sie scheint nicht so recht dran zu glauben, sagt aber, dass wir es ja sehen werden wenn ich aufstehe. Und ihr geschulter Blick sieht das auf dem CTG, als ich sage, dass ich Wehen habe: Sie sagt: "Ja so alle 3-4 Minuten!"
Wir reden noch ein bisschen, dann untersucht sie meinen MuMu und sagt mir das gleiche wie die Hebi vor 5 Tagen schon, nämlich, dass sie den 2.Finger fast einlegen kann. Na toll. Also sieht es noch nicht nach Geburt aus und sie fühlt auch kein Fruchtwasser kommen. :(
Dann läuft es doch aus mir raus als ich aufstehe. Also doch die Fruchtblase :D
Wir vereinbaren den nächsten Termin um 21:15 Uhr, ich darf natürlich aber jederzeit wiederkommen und wir verabschieden uns, denn bald ist Schichtwechsel.

Am Ende wird alles gut.
Und wenn es nicht gut ist, dann ist es noch nicht zu Ende!




Offline Napolitana

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Antw:Antonias Geburt bei ET+11
« Antwort #1 am: 19. November 2015, 22:45:07 »
18:10 Uhr
Ich bin auf meinem Zimmer und rufe meinen Mann an, dass er kommen soll. Die Wehen werden schnell heftiger.
Dann dusche ich mich untenrum noch mal ab, ziehe das für die Geburt bereitgelegte Kleidchen an, und tigere durchs Zimmer. Die Wehen alle 2-3 Minuten muss ich schnell nicht nur veratmen, sondern dabei schon tönen und ich weiß gar nicht wie ich mich bequem irgendwo abstützen soll. Das hat so keinen Zweck, ich will in den Kreißsaal.

18:50 Uhr
Ich sage der Stationsschwester Bescheid, dass ich runter gehe und dass ich mein Abendessen wohl nicht mehr brauche. Sie grinst und sagt sie lässt es lieber stehen, sie glaub das geht schnell und ich hab nachher noch Hunger ;)
Statt nur ins CTG Zimmer werde ich gleich in einen Kreißsaal gebracht. Die Hebi, die schon Isabella entbunden hat und damals meine Nachsorge gemacht hat, hat jetzt Dienst und ich freue mich sehr über den Zufall. Sie hilft mir beim Atmen, ich stehe und hänge mich bei jeder Wehe in das Tuch, das von der Decke hängt. Sie drückt mir dabei ganz fest gegen das Kreuzbein, weil ich da wahnsinnige Schmerzen habe.
Sie sagt es steht ein Kaiserschnitt an und wenn ich eine PDA will, dann jetzt, sonst geht es nicht mehr, weil sonst keiner mehr Zeit dafür hat. Aus Angst es sonst zu bereuen, sage ich ja und sie ruft schnell in der Anästhesie an.

19:20 Uhr
Endlich ist mein Mann da. Der musste Isabella ja auch erst noch abliefern. Die Hebi untersucht mich. Ich erwarte nichts, denn ich dachte eher ich würde unter den Wehen verkrampfen als mich zu öffnen und bin total erstaunt als sie sagt: gute 6 cm ! Und das innerhalb von 1,5 Stunden seit der letzten Untersuchung? Bei der Gelegenheit macht sie die Vorblase noch auf, die sich gebildet hat und dann werde ich schon ausgezogen für die PDA. Es ist etwas hektisch. Mein Mann und die Hebi schieben mein Bett in die Anästhesie, auf dem Weg dahin schreie ich unter den Wehen. Seit die Vorblase geöffnet ist, haben die noch mal an Intensität zugenommen.
Die PDA wird gelegt, dafür muss man mir 2 mal Wehenhemmer spritzen, sonst wäre es nicht gegangen. Ich genieße es, dass die Wehen mal für 10 Minuten nicht so schlimm sind. Dann komme ich wieder zurück in den KS. Leider muss meine Hebi zu dem Kaiserschnitt, dauert ja nicht lange meint sie. Und ich bekomme eine Hebi, die zwar nicht Dienst hatte, aber zufällig im Haus war. Ist mir gerade vollkommen egal wer da bei mir ist. Wann wirkt diese blöde PDA überhaupt? Ich habe solche Schmerzen!!!

Zeit und Raum verschwimmen. Die Wehen üben einen derart drückenden Schmerz auf meinen Enddarm aus, dass ich das Gefühl habe ich zerreiße im Hintern. Ganz anders als bei der ersten Geburt. Die Hebi tastet in mir rum, ich flehe sie an aufzuhören, weil das so weh tut. Sie sagt: "Das bin ich nicht, ihr Kind dreht den Kopf die ganze Zeit und weiß wohl noch nicht so recht wie es da durch will!"
Bei jeder Wehe töne ich laut mit und sie muss mich immer wieder auffordern, tiefe Töne zu machen, weil ich zuweilen etwas schrill werde und auch zwischendurch schluchzen muss. Mein Mann, der mir bei der letzten Geburt die größte Hilfe war, wirkt ein wenig überfordert, dennoch bin ich unendlich froh, dass er da ist.
Dann heißt es irgendwann, der MuMu hätte nur noch einen Saum und wie ich gebären will. Im knien. Also schnell das Kreißbett so eingestellt und los geht’s. Kein Mensch spricht vom pressen und ich mache es auch nicht bewusst, alles geht automatisch. Wobei ich das abartige Gefühl habe meinen Darm herauszupressen. Ich spüre auch, dass es jetzt unvermeidlich ist, dass mir das passiert wovon man immer hört und wovor ich immer Angst hatte: Dass das Kind nicht das einzige ist, was man rauspresst *räusper*... Ich schreibe das hier, weil es nun mal dazu gehört hat und weil ich Euch die Angst davor nehmen will. Für die Hebis ist das echt normal und im Moment der Wehen wird es Euch auch egal sein! Ich sage der Hebi also "ich fürchte ich muss aufs Klo!" und sie antwortet nur "Ja, ist alles kein Problem" und ich spüre schon, wie sie mir den Hintern saubermacht *schäm*, aber eine Sekunde später ist es mir dann schon egal.
Ich schreie, dass ich zerreiße und dass ich nicht mehr kann, ich schaffe das einfach nicht mehr, wirklich nicht.
Die Hebi sagt in der nächsten Wehenpause soll ich mich in die tiefe Hocke begeben. Die Pause dauert gerade so lange wie ich zum Positionswechsel brauche, mein Mann klettert in der nächsten Wehe hinter mich um mich zu stützen. Ich schreie und plötzlich springt die Hebi auf, rennt zur Tür und ruft die Kollegin, die heute Tagschicht hatte und zufällig da ist um eine Kreißsaalbesichtigung zu leiten. Wenig später sind sie beide zwischen meinen Beinen und fordern mich auf zu hecheln, da begreife ich, dass der Kopf schon da ist. Obwohl ich es weiß, frage ich nach. Ja! Also hab ich es geschafft. Jetzt schon?
Kurz drauf folgt der Körper. 20.42 Uhr. Wow, ging das schnell. Alle Schmerzen sind vergessen. Ich frage: Ist es wirklich ein Mädchen? Man zeigt sie mir. Ja. Hallo Antonia! :D
Ich sage, dass ich nicht verstehen kann warum sie mir solche abartigen Schmerzen bereitet hat. Da sagt die Hebi: "Das kann ich Ihnen sagen, sie ist eine Sternguckerin gewesen!"

Morgen ergänze ich den Bericht noch, aber Antonia schreit schon dauernd...
« Letzte Änderung: 20. November 2015, 20:17:54 von Napolitana »
Am Ende wird alles gut.
Und wenn es nicht gut ist, dann ist es noch nicht zu Ende!





Offline Sa1984

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Antw:Antonias Geburt bei ET+11
« Antwort #2 am: 20. November 2015, 18:44:19 »
Liebe Napo, danke für deinen Bericht!  :-* Autsch, eine Sternenguckerin... Sehr schön, dass ihr alles gut überstanden habt!

Finde es übrigens super, dass du auch in deinem Bericht erwähnt hast, was alles beim Pressen so mit rauskommen kann. Ja, bei mir kam da auch so einiges zum Vorschein, was man sonst nicht einem Publikum zeigt. Aber du hast Recht: man darf da nicht dran denken und es ist einem bei der geburt in der Tat egal.  ;)
23.02.2015: SST positiv!
18.03.2015: Herzchen schlägt!
18.05.2015: Wir bekommen einen Jungen!
02.11.2015: Felix ist da!
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Offline Napolitana

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Antw:Antonias Geburt bei ET+11
« Antwort #3 am: 20. November 2015, 21:11:46 »
Danke Sa  :-*

Ich konnte ja gestern leider nicht fertig schreiben und auch jetzt tippe ich umständlich mit einer Hand, weil eine klene Vampirin an meiner Brust hängt  ;)

Aber  ich war ja noch nicht fertig mit dem Bericht:
Da liegt sie also vor mir, die kleine Antonia, und verkündet der Welt mit einem spitzen Schrei ihre Ankunft. Ich hätte nicht gedacht, dass sie bei ET+11 noch so viel Käseschmiere hat. Man rubbelt sie kurz ab und ich darf sie nehmen.
Da kommt "meine" Hebi in den Kreißsaal und entschuldigt sich tausendfach, dass sie jetzt doch nicht bei der Geburt da war. Ich war zu der Zeit aber so mit mir selbst beschäftigt, dass es mir wirklich egal war und das sage ich ihr auch damit die Gute kein schlechtes Gewissen hat  :)
Sie übernimmt wieder, die andere Hebi hatte ja eigentlich gar keinen Dienst, sondern war nur da, weil ihre Mutter gerade auf Intensiv liegt  :-X
Meine Hebi kennt meine Vorgeschichte (nachzulesen im Geburtsbericht von Isabella, den man hier auch findet), nämlich dass meine Gebärmutter mit der Plazenta verwachsen war und ich deswegen massive Probleme nach der Geburt hatte. Ich bekomme daher vorsichtshalber gleich mal 3 Eineiten Oxytocin gespritzt. Sie ist auch extrem vorsichtig und ist dann sicher, dass die Plazenta in einem Stück gekommen ist und sie kam ja auch alleine raus, nicht wie beim letzten Mal. Ich bin total entspannt, fühle selber, dass alles gut ist. Die heftigen Schmerzen sind ja vorbei und ich fühle mich richtig fit und wach. Außerdem bin ich sooooo dankbar, dass es nicht in einer tagelangen Einleitung und Kaiserschnitt geendet hat. Gleichzeitig kann ich gar nicht fassen, dass es jetzt alles so schnell ging. Bei Isabella hat es 17 Stunden gedauert vom Blasensprung bis zur Geburt und diesmal nur 3 Stunden, trotz Wehenhemmer zwischendurch. 

Ich habe einen Dammriss 1. Grades, aber echt nicht dramatisch und der ist in wenigen Minuten genäht.
Es dauert gefühlt ewig, bis die neue Erdenbürgerin endlich vermessen wird:
51 cm
3930 g (und damit exakt das zuletzt geschätzte Gewicht!)
KU 35 cm
Ihr Kopf ist absolut rund, kein bisschen oval wie sonst eher bei Babys. Und sie hat viele dunkle Haare.

Für mich war diese Geburt zwar keine Traumgeburt, aber auch kein traumatisches Erlebnis. Die Schmerzen waren durch die Sternguckerlage einfach zu heftig und haben mich total überrollt und scheinbar hat die PDA nicht gewirkt. Aber die Schmerzen vergisst man ja auch schnell. Was bleibt ist, dass es schnell ging und ohne Komplikationen.  :D

Leider ist mein Mann etwas traumatisiert, denn seit Isabellas Geburt wurde das KH komplett umgebaut und die neuen Kreißsäle sind viel kleiner. Dadurch ist kein Platz am Kopfende zu stehen, er stand also neben mir und direkt neben ihm war die große Mülltonne, in die die Hebi ein blutiges Tuch nach dem nächsten reingeschmissen hat  :-X
In Verbindung mit meinen starken Schmerzen und meinen Schreien, dass ich es nicht schaffen werde und zerreiße, ist er wohl 1000 Tode gestorben während der Geburt und hat sich unendlich Sorgen um mich gemacht  :-[
Bei Isabellas Geburt war zwar alles viel dramatischer, hat länger gedauert und ich habe viel viel viel mehr Blut verloren, aber das hat er nicht GESEHEN.

Also kleiner Tipp für alle: Falls Ihr KHs besichtigt und mehrere zur Auswahl habt, dann achtet nicht auf die Optik vom Kreißsaal (die neuen bei uns sind echt schick), sondern auch darauf, ob der Mann am Kopfende des Bettes Platz hat zu stehen.  ;) Traumatisierte Männer kann nämlich auch keiner brauchen und dabei ist meiner echt kein Weichei und kann auch gut Blut sehen normalerweise  :-X

*hab im nächsten Beitrag noch eine kleine Ergänzung, also wer mag, bitte noch weiterlesen*

Danke für's Lesen!
s-winken
Napo
« Letzte Änderung: 21. November 2015, 11:01:54 von Napolitana »
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Offline Napolitana

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Antw:Antonias Geburt bei ET+11
« Antwort #4 am: 20. November 2015, 21:16:35 »
Ach, jetzt hab ich noch was wichtiges vergessen, ihr versteht ja sonst gar nicht warum ich fand, dass die Entstehungsgeschichte zu ihr passt.
1. Die FÄ wollte mir erst nicht glauben, dass ich ss bin und als sie dann den US gemacht hatte, war sie selbst völlig überrascht und sagte: "Dieses Kind wollte wohl unbedingt zu Ihnen!"
2. Ihre Geburt als Sternguckerin
und 3. - das finde ich so unglaublich passend:
Sie hat am Hinterkopf einen Wirbel und da eine recht dicke WEISSE Haarsträhne, die sich durch den Wirbel komplett um ihren Hinterkopf legt. Ihre Haare sind ansonsten dunkelbraun. Man sagte mir, dass es sich um eine bleibende Pigmentstörung handelt und man das ENGELSHAAR nennt (an dieser Stelle vermisse ich wieder den Smiley mit den Herzerlaugen  ;D)

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Offline Sira82

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Antw:Antonias Geburt bei ET+11
« Antwort #5 am: 20. November 2015, 22:48:27 »
Liebe Napo,

Vielen Dank, dass du Antonias Geburt so offen und ehrlich mit uns teilst. Sie scheint ja bereits von ihrer Entstehung an, etwas ganz besonderes zu sein.

Ich freue mich total, dass dieses Mal mit der Plazenta alles gut ging und du so schnell zurück nach Hause konntest!

Drücke euch von Herzen und wünsche euch nur das Allerbeste für eure Zukunft als vierköpfige Familie!

Sira



Offline MaViMa

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Antw:Antonias Geburt bei ET+11
« Antwort #6 am: 21. November 2015, 10:20:40 »
Napo was für ein toller geburtsbericht <3 du schreibst fesselnd das muss man lesen :) auch hier nochmal herzlichen Glückwunsch zu deinem kleinen Engel :*
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*14.2.2015 wir haben uns so auf dich gefreut

Offline Napolitana

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Antw:Antonias Geburt bei ET+11
« Antwort #7 am: 21. November 2015, 11:02:51 »
Vielen Dank ihr Lieben  :-* :-* :-* :-* :-*
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Offline Amselmädchen

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Antw:Antonias Geburt bei ET+11
« Antwort #8 am: 22. November 2015, 18:29:37 »
Wie schön, Napo!!!  :)
HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH ZUR GEBURT VON ANTONIA!  s-so
*11/2006 - unser größtes Glück  :-*

*10/11   10.SSW 
*01/13    5.SSW 
*05/13    7.SSW
*08/13    6.SSW  
*12/13   10.SSW 
*04/14    9.SSW
*04/15   13.SSW
*08/15    6. SSW
...unvergessen

Offline ju.ra.

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Antw:Antonias Geburt bei ET+11
« Antwort #9 am: 23. November 2015, 10:26:16 »
Ein ganz toller Bericht! Manchmal spielt das Leben schon wirklich verrückt. Die Entstehung von Antonia ist ja wirklich ganz besonders!

Und ganz herzlichen Glückwunsch zu deiner kleinen Tochter!! Ich wünsch euch das allerbeste und ein tolles Leben zu 4.


 

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