Wehenfördernde Maßnahmen

Wehenfördernde MaßnahmenWenn es mal wieder etwas länger dauert... Für viele werdende Mütter ist die Zeit kurz vor und rund um das Erreichen des Geburtstermins die nervlich belastendste.
Wann geht es endlich los? Geht es dem kleinen Wesen noch gut? Wird es noch genug versorgt? Will es nicht langsam mal "landen"?

Vor allem, wenn der Nachwuchs schon sein volles Gewicht erreicht hat und voll Geburtsfähig ist, wächst die Ungeduld der Eltern.
Hier hilft dann auch kein Schoko-Riegel - so wie es die Einleitung dieses Beitrages vielleicht vermuten lässt - vielmehr gibt es eine volle Trickkiste an Nahrungsmitteln und Techniken, die eine Geburt einleiten können (nicht müssen!).

Alle hier vorgestellten Maßnahmen können aber nur funktionieren und zum Erfolg führen, wenn ohnehin schon eine Wehenbereitschaft bei der Mutter vorliegt. Wer also ein "Übertragen" des Embryos umgehen, und um den errechneten Geburtstermin ein wenig nachhelfen möchte, kann es mit den hier vorgestellten Möglichkeiten versuchen.

Eine vorherige Nachfrage bei der betreuenden Hebamme ist wichtig. (Der betreuende Arzt wird es zwar richtig und gut finden, dabei aber evtl. auch väterlich lächeln... Hausmittel sind eben nicht immer die Sache der Schulmedizin.)
       

Zimt

Zimt:
Dem Gewürz Zimt wird seit je her eine wehenfördernde Wirkung zugeschrieben. Diese ist jedoch nur schwach ausgeprägt - daher ist eine Einnahme unbedenklich. Da es zudem noch gut schmeckt ist es eine empfehlenswerte und einfache Maßnahme in den letzten Schwangerschaftswochen.

Wirkung: Mäßig
      Wirkung: Mäßig

Eisenkraut

Eisenkraut:
Eisenkraut wird, wie Himbeerblätter, als Tee getrunken. Der Geschmack ist nicht wirklich ein Renner - aber deswegen wird Eisenkraut ja auch nur in den seltensten Fällen empfohlen. Der eigentliche Sinn - die Anbahnung der Wehen - kann damit unter Umständen erreicht werden, wenn eine Bereitschaft dazu schon vorliegt. Große Wirkungen sind aber eher nicht zu erwarten.

Wirkung: Mäßig
      Wirkung: Mäßig

Uterus Öl

Uterus-Öl:
Ein spezielles Öl aus Zimt, Nelken und anderen Beigaben. Der Bauch soll im Uhrzeigersinn damit massiert werden. Wirkt anhand der Düfte / Öle. Die durch die Massage voraussichtlich eintretende Entspannung tut ihr übriges.

Wirkung: Mäßig
      Wirkung: Mäßig

Sex

Sex:
Das Zusammenspiel mit dem Partner gilt nicht nur als Nachwuchs-zeugend sondern auch als Wehen-fördernd. Die Hormone des männl. Spermas enthalten nachweislich hilfreiche Eigenschaften für die Einleitung der Wehen. Zu der wissentschaftlich erwiesenen Wirkung der Hormone kommen noch leichte Bewegungen des Beckens hinzu, die ebenfalls motivierend auf die anstehende Geburt wirken können. Naja, und sollte es nicht klappen so wird die Zeit bis zur Geburt wenigstens gemeinsam schön verbracht.

Wirkung: bedingt
      Wirkung: bedingt

Spazieren

Spazieren gehen:
Bewegen, bewegen, bewegen. Sollte körperlich nichts dagegen sprechen, so sind gemeinsame Spaziergänge mit dem Partner ein probates Mittel auf dem Wege zur nahenden Geburt. Neben den Bewegungen der Beine ist die leicht erhöhte Sauerstoffzufuhr ein gesunder Nebeneffekt.
Treppenlaufen wird für viele Schwangere eine Art Modesport, wenn die Zeit der Geburt eintritt.

Wirkung: bedingt
      Wirkung: Mäßig

Stimulation der Brustwarzen

Stimulation der Brustwarzen:
Über ein halbe Stunde lang in folgendem Rhythmus die Brustwarzen stimulieren. Eine Minute lange die Brustwarzen massieren, danach drei Minuten eine Pause einlegen und abwarten. Diesen Vorgang bis zu 30 min. lang wiederholen. Mit etwas Glück können nach einiger Zeit die Wehen einsetzen.

Wirkung: bedingt
      Wirkung: bedingt

Rhizinus-Cocktail

Rhizinus-Cocktail:
Erst nach dem errechneten Geburtstermin und nicht ohne Aufsicht einer Hebamme oder ohne Absprache zu sich nehmen! Auch wenn oftmals in Foren als Allheil-Mittel angepriesen, die Wirkung des Rhizinus-Cocktails kann zwar die Wehen auslösen, aber leider auch den kompletten Organismus durcheinander bringen. Vielen Frauen wird durch die Einnahme so schlecht, das sie dadurch mehr mit sich und ihrem Unwohlsein beschäftigt sind als mit einem Gedanken an die Geburt.
Auf der anderen Seite ist es wohl die effektivste, natürliche Behandlung die wehenfördernd ist. Nicht nur Hebammen schwören darauf - auch in Krankenhäuser kommt diese Rezeptur hin und wieder zum Einsatz.
Was ist drin?
2 Eßlöffel Rhizinus-Öl auf ein halbes Glas Aprikosen-Saft.
Manche Rezepte geben noch entweder einen Schuß Schnaps oder 100 ml. Sekt hinzu.
Das ist nicht wirklich lecker - aber es kann wirken...

Wirkung: ok


Achtung: Nicht ohne Absprache
Wirkung: ok

Achtung:
Nur nach Absprache mit Arzt oder Hebamme!







Und weitere Geburts-Unterstützende Maßnahmen die während der Geburt helfen können sind:
       

Himbeer-Blätter

Himbeerblätter-Tee:
Kann und sollte schon einige Wochen VOR dem errechneten Geburtstermin getrunken werden. Über eine längere Zeit eingenommen, kann Himbeerblätter-Tee helfen die Muskulatur des Beckens aufzulockern. Auch wenn diese Wirkung nicht wissenschaftlich nachgewiesen ist, sind Himbeerblätter eine klare Empfehlung vieler Hebammen, da hier keinerlei Nebenwirkungen zu befürchten sind (und der Tee geschmacklich wirklich ok ist).

Wirkung: bedingt
      Wirkung: bedingt

Damm-Massagen

Damm-Massagen:
In den letzten 2 Monaten der Schwangerschaft kann der Damm mit speziellem Damm-Massage-Öl massiert werden. Dies steigert die Elastizität und kann evtl. einem Dammriss während der Geburt vorbeugen.

Wirkung: bedingt
      Wirkung: bedingt


Keine dieser hier vorgestellten Maßnahmen garantiert eine Einleitung der Wehen. Viele der geringen Wirkstoffe können aber helfen die Wehentätigkeit zu fördern, bzw. eine vorhandene Wehenbereitschaft zu aktivieren.