Autor Thema: Anastasia Marie lässt sich bitten..  (Gelesen 2370 mal)

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Offline Rexi73

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Anastasia Marie lässt sich bitten..
« am: 28. Dezember 2012, 10:03:41 »
Hallo zusammen,

Ich möchte nicht versäumen meinen Geburtsbericht auch hier einzusetzen.


Angefangen hat alles mit der Vorstellung zur Geburtsbereitung im Krankenhaus. Wegen meiner minimalen Gestationsdiabetes  haben die ganz genau geschaut. Mal war der Bauch zu groß, mal der Kopf und das Gewicht war überhaupt zu viel.
Am 16.11. musste ich daher zur Kontrolle vor ET ( 18.11.). Das Kind sei ca. 4085 Gramm schwer, Fruchtwasser untere Norm. Man wolle direkt am ET einleiten. Also Sonntag. Nach allem was man davon gehört hatte, wollte ich das natürlich nicht. Der Arzt sagte ok, dann  ET+1. Sollten aber die Bewegungen nachlassen oder sonst was komisch sein, sollten wir sofort in die Klinik.
Ich bin halb panisch vor Angst nach Hause gefahren, dem Kind könnte vorher noch was sein. So fragten wir noch mal nach und wollten sofort einleiten lassen. Was aber nicht nötig war.
Noch Freitag Abend haben wir alles probiert. Heublumensitzbad, Bad, Sekt, Se*x .  :-D
Samstag Mittag dann endlich die ersten eigenen Wehen. Sie zogen sich über den ganzen Tag hin und waren gut auszuhalten. Als die Abstände kürzer wurden entschied mein Mann um Mitternacht, dass wir in die Klinik fahren.
Ich wurde aufgenommen und wehte so vor mich hin, weiter ging aber nix. Um fünf Uhr morgens hörten die Wehen dann auf. Man erwägte, uns wieder Heim zu schicken! Was wir natürlich nicht wollten.
Um 9:00 Uhr wurde dann das erste Gel zur Einleitung gelegt. Ich bekam mein Zimmer und wir wurden spazieren geschickt. Mein Mann fuhr vorübergehend nach Hause, so dass er schlafen konnte. Ich bekam die ersten Wehen um 12:00 Uhr. Wieder nicht stark genug. Um 15:00Uhr die zweite Dosis. Um 19 Uhr kam mein Mann, da gingen dann auch heftige Wehen los (was aber nicht an meinem Mann lag... denke ich.. Hihi ). Leider öffnete sich der MuMu gaaaanz wenig. Um 23:00 Uhr sagte die Hebi, dass wir versuchen sollten auszuruhen bzw.  zu schlafen. Ich war schon so erschöpft, dass ich zwischen den Wehen fast vom Pezziball gefallen wäre. So lagen wir im Kreißsaal und versuchten zu schlafen. Die Wehen kamen nun stündlich und waren vor Schmerz kaum auszuhalten. Ständig musste ich auf Toilette und bekam auch noch Schüttelfrost. Um 4:00 Uhr hatte ich die Nase voll und hab die PDA verlangt. Der Arzt kam schnell und um viertel vor fünf ließen die Schmerzen nach. Herrlich!! Danach war nur noch Warten angesagt, durch die Entspannung öffnete sich der MuMu endlich und um 10:00 Uhr am Morgen des 19.11. war er vollständig offen. Endlich...aber nun spielte die kleine Verstecken... wo sie vorher schön im Becken lag, war sie nun überall, nur nicht tief genug im Becken. Doch dann, nix mehr, keine Presswehen, ab und an kam die Hebi und schaute nach uns. Aber warum nix weiterging wussten wir nicht.
Anastasia, war nicht tief genug um Presswehen auszulösen, man müsste warten, bis sie soweit runter kam. Kurz vor 12:00 kam der Chefarzt und meinte, sie wäre so weit, das wir mit etwas pressen nun weiterkommen. Ich presste also bei jeder Wehe, die ich annähernd wahrnahm die Maus nach unten. Die PDA wurde nicht mehr aufgefrischt ich solle die Wehen spüren. Na Toll.. Ich bekam heftige Schmerzen im oberen rechten Brustbereich irgendwo Richtung Rippen. Vor Schmerzen konnte ich mich kaum auf die Wehen konzentrieren. Richtig voran kamen wir auch nicht; es ging nur Millimeterweise. Der Arzt legte sich dann auf den Oberbauch und presste mit. Die Maus hing dann  irgendwo im Geburtskanal fest und schaffte die letzte Drehung nicht. Die Saugglocke wurde eingesetzt.
Unten der Chefarzt mit der Saugglocke, ich am pressen, die Oberärztin auf meinem Bauch. Und mein Mann daneben.... muss ja ein tolles Bild gewesen sein.
Erst kam der Kopf, dann der Rest: um 12:55 wurde Anastasia Marie geboren. Sie wurde mir sofort auf den Bauch gelegt, die Hebi wurde von ihr direkt mal angesch...en.
Die Nabelschnur durfte  mein Schatz durchschneiden nachdem sie auspulsiert war.
Als wir gefragt wurden, welchen Namen wir denn hätten, fragte mein Mann, ob es denn nun ein Mädchen war? Das wurde durch die ganze Aktion ganz vergessen. Sogleich wurde die kleine wieder ausgepackt, um nachzusehen. Nachdem das braune Zeug ( was nicht die Hebi abbekommen hat) weggeputzt wurde, war es zu sehen.... es war unsere Anastasia. 3340 Gramm , haha, 4 Kilo, von wegen......!
Ich wurde genäht, den Dammschnitt hab ich gar nicht mitbekommen.
Dann wurde mir plötzlich total übel und als ich würgte um mich zu übergeben, schwappte die Nachgeburt raus und landete direkt im Eimer :-)
Es hat sich irre lang hingezogen und am Ende hab ich das volle Programm mitgenommen. Aber ich fand es nicht so schlimm, die PDA hat sicher einiges dazu beigetragen. Unter den gegebenen Umständen war es für mich die richtige Wahl.
Mir geht es soweit gut, die Naht muss nun verheilen, das dauert und ist schmerzhaft, aber das Bündel Glück, das  neben mir liegt ist alles Wert gewesen, was ich, auch in Bezug auf die fehlgeschlagenen ICSIs und die drei vorangegangenen Fehlgeburten, ertragen habe.

Anastasia Marie 3340 Gramm, 53 cm, 36 KU

Liebe Grüsse
Rexi

 

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