Autor Thema: Mira Sophie - eine geglückte schnelle Einleitung  (Gelesen 4300 mal)

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Offline Krümelchen2

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Mira Sophie - eine geglückte schnelle Einleitung
« am: 26. August 2014, 13:43:59 »
So anbei mein Geburtsbericht!

Vorab: Die Geburten meiner ersten beiden Kinder waren schnell und heftig. Jason wurde in 50 Minuten und Lina in 40 Minuten geboren. Da die beiden durch Sturzgeburten auf die Welt gekommen sind, hatte ich diesmal einen Plan mit meiner Hebamme entwickelt und wir haben versucht diesen umzusetzen - aber Mira sah das anders.

Da mir eine Woche vor Miras Geburt schon komisch war (Unruhe), haben wir einen Besuch in der Klinik gewagt und siehe da der Mumu war bei 2 cm und wir dachten es geht los. Das CTG schrieb Wehen, die ich aber wieder nicht merkte. Wir wurden wieder nach Hause gelassen und ich hoffte das es nicht spontan daheim losging. Mira verhielt sich brav und das komische Gefühl gepaart mit Rückenschmerzen kam erst am Sonntag, den 10.08.14 wieder und diesmal sagte mein Mann das er mich in die Klinik fährt, da ich auch komisch aussah und erschöpft wirkte. Dort angekommen war der Befund immer noch bei 2 cm und der Cerfix war runter auf 0,5 cm. Das CTG zeigte alle paar Minuten Wehen und auch der Arzt meinte das es sicher bald losgeht und durch meine Vorgeschichte der Sturzgeburten behielten sie mich da und ich war erleichtert.

Am Montag hat meine Hebamme die Eihaut gelöst und ich habe einen Nelkentampon bekommen und siehe da, dass CTG zeigte traumhafte Wehen, die ich nicht merkte und meine Hebamme sagte dann das wir in Dienstagnacht was versuchen werden und die Kleine dann sicher kommt. Der Dienstag verging und Mira verhielt sich ruhig und der Versuch etwas zumachen kam nicht zustande, da im Kreissaal richtig viel los. Meine Hebamme meinte dann das wir am Mittwoch mit dem Wehentropf eine Einleitung versuchen werden, entweder schlägt er an oder nicht und sollte sich nichts tun dann kann ich Freitag wieder heim. Ich dachte mir nur, dass es dann zuhause sicher losgeht und es eine Hausgeburt wird und genau davor hatte ich Panik.

Die Nacht verging und ich wurde immer nervöser, auch weil viele Frauen meinten das ein Wehentropf total unschön sei und die Wehen mega heftig wären.

Am Mittwoch Morgen bin ich in den Kreissaal gewackelt und habe um 07.30 Uhr den Wehentropf gelegt bekommen. Ich war darauf gefasst heftige und unschöne Wehen über Stunden zubekommen, aber nichts tat sich. Das CTG schrieb wieder tolle Wehen alle 2 Minuten und ich merkte nichts. Es war frustrierend! Mein Mann, die Hebamme und ich wir plauderten und es war alles total ruhig. Als ich dann mal auf die Toilette gehen musste, merkte ich einen leichten Druck nach unten und kam auf die Idee mich doch inzusetzen, damit sich was tut. Den selben Gedanken hatte meine Hebi auch und so verbrachte ich die Zeit ab 09.00 Uhr auf einem Petziball und wartete. Das CTG schrieb langgeszogene Wehen und nach dem der Wehentropf weiter hochdosiert worden ist merkte ich endlich was. JUHU! Es war ein total angenehemer Druck der vom Brustkorb in den Bauch ging. Das ganze geschah alle 2 Minuten und es fühlte sich schön an. Um 11.30 Uhr meinte meine Hebi das wir um 12.00 Uhr mal nach den Muttermund schauen und wenn der bei 5 cm ist dann sprengen wir die Fruchtblase, damit Mira weiter runterkommen kann. Sie hat dann den Tropf nochmal höher gestellt und ich hab dann ein Ziehen zu dem Druck dazubekommen.

Um 12.20 Uhr wurde die Fruchtblase gesprengt und meine Hebamme wollte dann alles für die PDA organisieren. Unser Plan war durch Hilfe einer PDA die Geburt sanfter zumachen. ABER dazu kam es nicht mehr  S:D . Meine Hebamme ging nach dem sprengen der Fruchtblase zum telefonieren raus und in dem Moment kam die erste heftige Wehe die ich sofort verstöhnen musste und mir in dem Moment dachte das es für eine PDA zu spät ist und Mira gleich da ist. Meine Hebamme kam schnell wieder zurück und meinte das es mit der PDA noch dauert und das sie aber schon auf dem CTG gesehen hat das es Presswehen sind. Genauso war es. Es waren dieselben fiesen Wehen wie bei den beiden anderen und ich wollte das gar nicht mehr. Es sollte aufhören und zwar sofort. Die Wehen spürte ich wieder nur in den Beinen und da gibt es keine Chance was zu veratmen. Meine Hebamme schaute nach der ersten heftigen Wehe nah dem Muttermund und der ist von 5 cm auf 10 cm aufgesprungen, also genau wie bei den anderen Geburten.

Ich konnte dann auch sofort mitpressen und brüllte den ganzen Laden zusammen und presste wie eine Wilde. Mira rutschte Stück für Stück vor und auf einmal meinte meine Hebi ich soll nicht mehr pressen. Wie jetzt nicht mehr pressen? Das Mäuschen soll doch raus. Die Herztöne waren auf einmal sehr schlecht und Mira musste erstmal verschnaufen. Sie schaffte es auch und bei der nächsten Wehe durfte ich wieder pressen. Nach 6 Presswehen wurde ihr Kopf geboren und da schaute sie nun raus und fing an zu schmatzen und zu mekkern. Meine Hebi sagte nur das wir erst zuende entbinden müssen ehe sie was zu trinken bekommen kann. Gerade als ich den Kopf anfassen wollte, kam die nächste Wehe und schon war sie da!

Dann der Schock - die Nabelschnur war zweimal um den Hals gewickelt und sie war auf einmal blaulila. Meine Hebi hat sich erstmal um Mira gekümmert und ich dachte nur wo bleibt ihr Schrei. Dann endlich kam er und ich war überglücklich. Dann wurde sie mir auf die Brust gelegt und war sofort ruhig und es war ein toller unvergesslicher Moment. Michael konnte dann die Nabelschnur zerschneiden und war total verliebt in seine kleine Maus!

Mira wurde um 13.05 Uhr am 13.08.2014 mit 52 cm und 4175 gramm und 36,5 cm Kopfumfang geboren. Die Geburt dauerte von der ersten spürbaren Wehe an nur 45 Minuten und es war richtig Einzuleiten. Mira hatte von sich aus versucht eine Woche vorher zu starten, meine Hebi meinte das sie gemerkt hat das die Luft enger wurde wenn sie ins Becken rutscht und hat wieder aufgehört. Ich bin glücklich über die Erfahrung dieser Geburt mit Wehenpausen und der Tropf war überhaupt nicht schlimm.

Mein Mann und meine Hebi haben mir toll geholfen meine Ängste zu überwinden und mich in die Geburt fallen zu lassen und durch die Wehenpausen konnte ich es auch genießen. Am Ende war ich sehr stolz auf mich selber, es ohne PDA und ohne reissen geschafft zuhaben. Ich bin meinem Mann für seine Unterstützung dankbar und liebe ihn über alles, er hat sich toll um uns gekümmert und meine Hebi ist die Beste die man haben kann.

Meine kleine Mira unser drittes Wunder unser perfektes Glück!!!
« Letzte Änderung: 26. August 2014, 13:51:39 von Krümelchen2 »





Offline Littlesun

  • Eizelle
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Antw:Mira Sophie - eine geglückte schnelle Einleitung
« Antwort #1 am: 28. August 2014, 20:52:23 »
Auch euch herzlichen Glückwunsch zu eurem kleinen Wonneproppen!
Da hat es aber Jemand zwischendurch mal spannend gemacht ;)

Und ihr habt euch wirklich einen sehr schönen Namen für sie ausgesucht  :)

Lg

 

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