Autor Thema: Sorge trotz Kündigungsschutz  (Gelesen 2272 mal)

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Offline Florena

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Sorge trotz Kündigungsschutz
« am: 15. September 2009, 14:37:27 »
Hallo ich bins schon wieder!

Ich weiß ja, dass man Kündigungsschutz hat während der SS und auch danach, aber ich habe gelesen, dass es auch Ausnahmen gibt und zwar dann, wenn der Betrieb klein ist und der Arbeitgeber die Lohnfortzahlung usw nicht erbringen kann. Da waren noch so ein paar andere Gründe wie Insolvenz usw.

Ja und nun mein Problem: Wir sind nur zu zweit..meine Chefin und ich! Und ich weiß, dass sie es sich nicht leisten kann mir später noch ein Teil zu zahlen und zuzätzlich noch eine neue Angestellte.

D.h. für mich, sie kann mich kündigen! Allerdings weiß ich es ja nicht genau obwohl ich es schon ahne, aber gehen wir doch mal vom schlimmsten aus und sie kündigt mich...bin ich dann echt ohne Geld???

Hilfe...die Frage belastet mich voll!

Hoffe eine von euch hat Ahnung und kann mich beruhigen!

Danke!  :-*

Offline Jomi

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Re: Sorge trotz Kündigungsschutz
« Antwort #1 am: 15. September 2009, 15:40:17 »
Hi du,

ich glaube nicht, dass sie dir kündigen kann. Die Lohnfortzahlung bekommt sie ja von der KK zurück, zumindest zum großen Teil, dafür zahlt sie ja in die Umlage ein. Also von daher dürfte das kein Problem sein.


Cecalein

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Re: Sorge trotz Kündigungsschutz
« Antwort #2 am: 15. September 2009, 15:43:33 »
Ich schließ mich meiner Vorschreiberin an.

Offline Florena

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Re: Sorge trotz Kündigungsschutz
« Antwort #3 am: 15. September 2009, 15:51:29 »
Ach so...das wusste ich nicht  ??? na das wär ja gut. Aber was wäre denn wenn?????

Gibt es da nicht vielleicht irgend ein Amt oder so was , die das dann Ersätzen? Ich meine sowas mal gelesen zu haben...aber kein Plan, ob das noch aktuell ist, weil die Gesetze ändern sich ja eh fast jedes Jahr  >:(

Cecalein

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Re: Sorge trotz Kündigungsschutz
« Antwort #4 am: 15. September 2009, 16:42:54 »
Ja es gibt diese Ausnahme die Kleinbetrieben laut § 9 Absatz 3 MuSchG zusteht. Allerdings darf die Kündigung nicht auf Grund der SS ergehen, sprich deine Chefin braucht einen Kündigungsgrund.

Um eine Kündigung einer schwangeren Frau überreichen zu dürfen muss der Betrieb erst einen Antrag für eine Ausnahmegenehmigung bei der Arbeitsschutzbehörde stellen.

Der AG muss der Aufsichtsbehörde erklären weshalb die Schwangere jetzt gekündigt werden muss und weshalb nicht er den Ablauf des Kündigungsverbotes nicht abwarten kann.

So der ganze Kram muss dann von der Aufsichtsbehörde genehmigt werden und das ist nur dann der Fall wenn die Gründe nichts anderes zulassen.

Wenn also grünes Licht gegeben wird, kannst du gekündigt werden. Deine Chefin muss dir in dem Fall eine schriftliche Kündigung abgeben und den oder die von der Aufsichtsbehörde zugelassenen Kündigungsgründe anführen.

Offline Florena

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Re: Sorge trotz Kündigungsschutz
« Antwort #5 am: 15. September 2009, 17:21:48 »
Danke für eure Antworten!  :-*

Habe übrigens was gefunden:

http://arbeitgeberservice.ikk-gesundplus.de/arbeitgeberservice/beitraege/ausgleichsverfahren/mutterschutz-u2/

So wie ich das versteh, würde meine Chefin ja von meiner KK eine Erstattung bekommen und das 100 % meines Bruttogehaltes! Es ist das so genannte Ausgleichsverfahren U2...

Das heisst also, dass die ja dann locker bleiben muss, oder?  ;)


Glückspilzi

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Re: Sorge trotz Kündigungsschutz
« Antwort #6 am: 15. September 2009, 20:37:10 »
Hallo,

ich habe in meiner ehemaligen Firma die Personalsachen gemacht, daher: Es stimmt, die LFZ im Mutterschutz wird von der Krankenkasse erstattet und zwar zu 100 %, d.h. der Arbeitgeber zahlt letztendlich nur deine Vertretung, nicht aber mehr für dich.

Meine eigene Erfahrung war allerdings leider diese: Ich wollte nach der Erziehungszeit zurück in die Firma und aufgrund der Tatsache, dass eine andere Mitarbeiterin mich auf meinem Arbeitsplatz ersetzt hatte und ich mit kleinem Kind ja ein Risiko war, wurde ich unmittelbar nach meiner Rückkehr gekündigt. Davor schützt dich dann kein Gesetz mehr.

Cecalein

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Re: Sorge trotz Kündigungsschutz
« Antwort #7 am: 15. September 2009, 23:45:43 »
Heut zu tage hast eh keine 100 % Sicherheit im Job, und das erst recht nicht als Frau im gebärfähigen Alter, das ist leider so. Blühe Deutsches Vaterland...  >:(

Offline Florena

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Re: Sorge trotz Kündigungsschutz
« Antwort #8 am: 16. September 2009, 09:09:51 »
Glückspilzi: Oh je das ist ja übel gewesen bei dir! Aber ich weiß noch nicht mal, ob ich überhauptz noch hier arbeiten will  >:( Chefin regt mich jetzt schon auf!

Ceca: Ja hast leider recht...es wird immer schwieriger einen Job zu bekommen - geschweige denn zu behalten  :-X


Cecalein

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Re: Sorge trotz Kündigungsschutz
« Antwort #9 am: 16. September 2009, 09:46:36 »
Irgendwie unverständlich, weil gleichzeitig beschweren sich die Politiker über die niedrige Geburtenrate, da soll mal jmd. durchblicken  ::)

Glückspilzi

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Re: Sorge trotz Kündigungsschutz
« Antwort #10 am: 16. September 2009, 10:24:39 »
Mir blieb ja nichts anderes übrig, meinen Mann habe ich zwar kennengelernt, als Alex erst ein paar Monate war, aber wir haben ja noch nicht gleich zusammengelebt bzw. geheiratet. Und ich musste meine drei Kinder als Alleinerziehende ja irgendwie ernähren. Ich habe bereits im Erziehungsurlaub stundenweise an meinem Arbeitsplatz die Abrechnungen gemacht um nicht raus zu kommen und auf dem Laufenden zu bleiben. Aber nach 14 Monaten wars ja vorbei mit dem Elterngeld. Dann habe ich halt noch 6 Monate in dieser Firma gearbeitet (wo ich 7 Jahre lang zuvor echt glücklich und zufrieden mit meinem Job war, der mir echt Spass gemacht hat) und mich danach selbständig gemacht, das hatte den Vorteil, dass ich eine Förderung erhalten habe in Höhe des Arbeitslosengeldes und mir meine Zeit trotzdem selbst einteilen konnte. Das war schon alles ganz gut so und mal schauen, wie es jetzt ohne Förderung mit der Selbständigkeit weiter geht.

Offline annamina

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Re: Sorge trotz Kündigungsschutz
« Antwort #11 am: 16. September 2009, 10:25:49 »
hallo,

deine chefin braucht sich gar keine sorgen zu machen!! sie bekommt wirklich alles zurück. und da ihr so weinige im betrieb seid, bekommt sie sogar einen teil erstattet wenn du mal krank bist. dafür zahlt sie auch eine umlage.

ich finde es sowieso schlimm, dass in unserer gesellschaft die arbeit über alles gestellt wird. aber gibt es denn nicht auch wichtigere sachen im leben eines meschen!!?? die können doch nicht verlagen, das man sich mit seiner firma "verheiratet". ich mein, wenn man selbstständig ist, kann man sich ja aufopfern, da ist das ja auch was anderes. aber als kleine angestellte? ist doch ganz normal, dass man irgendwann kinder bekommt und auch noch ein privatleben hat. darauf muss und sollte sich jeder arbeitgeber einstellen! es ist traurig das die natürlichste sache der welt immer zu solchen problemen führt. wo sind wir da nur hingekommen????

liebe grüße
annamina

Offline Florena

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Re: Sorge trotz Kündigungsschutz
« Antwort #12 am: 16. September 2009, 11:12:08 »
Glückspilzi: Hmm...verstehe..Wieso bekommst du jetzt keine Förderung mehr?

Annamina: Ja ist das nicht schrecklich? Ja man kann echt nicht verlangen, dass man für den Job lebt..das kann ich z.B. nicht und das werde ich auch nicht! Ich finds schon sch.. genug, dass ich meine Chefin länger am Tag seh als meinen Freund...da krieg ich schon fast einen Ausraster, aber das heisst ja dann nicht, dass ich nicht auch ein Privatleben hab. Und schwanger sein ist ja mal das schönste auf der Welt...
Leider haben Frauen mit Kindern oft so Prob. im Job...das ist echt unfair.

Offline annamina

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Re: Sorge trotz Kündigungsschutz
« Antwort #13 am: 16. September 2009, 11:31:53 »
ja das ist furchtbar. aber leider kann man die gesellschaft nicht von heute auf morgen ändern. man muss halt sehen, dass man für sich den besten weg sucht. das heißt für mich auch, wenn ich ein kind will, dann mach ich ein kind, egal was auf arbeit los ist. danken tut es einem sowieso keiner. ich habe letztens einen bericht gesehen. da ging es um mütter die berufstätig sind und was die für schwierigkeiten mit dem job haben. das war echt schlimm!! es nimmt überhaupt keiner rücksicht auf familien. die familien sind doch aber das höchste gut der gesellschaft. wir sehen doch jetzt schon was passiert wenn sich die eltern nicht richtig um ihre kinder kümmern können. wo soll das alles nur noch hinführen??!!

ich seh es ja schon bei mir. ich habe pro fahrtweg eine stunde, also zur arbeit. ich gehe daher halb sieben aus dem haus und bin abends halb sechs wieder zu hause (ich halte mich an meinen 8 stunden tag, denn für mehr werde ich schließlich nicht bezahlt) wenn ich jetzt ein kind hätte, dass in den kindergarten gehen würde, wäre es von früh um sechs bis abends halb sechs dort. wer kann denn so etwas bitte verantworten??? also steht für mich schon fest, dass ich meinen job dann nicht mehr ausüben will, zumindest nicht am jetzigen standort. das tue ich meinem kind nicht an, das sagt ja dann irgendwann zur kindergärtnerin mama. gut ich könnte 6 stunden arbeiten. das fände ich auch echt toll. aber dann komme ich mit dem geld nicht mehr hin. denn fast 90 km fahrweg wollen bezahlt sein. gut, dass ist jetzt alles mein problem und für meinen fahrtweg kann keiner was. aber ich stelle meine arbeit nicht über die familie. und das dürfte auch keiner von irgendjemanden verlangen. aber leider ist das bei uns in deutschland gang und gebe.

meine freundin zum beispiel ist noch länger unterwegs wie ich. und sie verdient mehr wie ihr freund. für sie steht fest, dass sie weiterhin arbeiten geht (also in der elternzeit) und ihr freund zu hause bleibt. aber braucht denn ein kind nicht seine mama?? sie sieht ihr kleines dann wahrscheinlich immer erst, wenn es schon im bettchen liegt. und das wohl so lange,bis es alt genug ist den 20:15 film zu sehen. ich finde das schlimm. dann hab ich lieber etwas weiniger geld. denn das ist ja sowieso nicht alles.

Glückspilzi

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Re: Sorge trotz Kündigungsschutz
« Antwort #14 am: 18. September 2009, 10:31:17 »
@Florena: Die Förderung beläuft sich auf 9 Monate und endet dann. Danach gibt es nur noch für ein halbes Jahr einen Zuschuss zu der privaten Sozialversicherung in Höhe von 300 Euro. Ich habe diesen Weg gewählt und nicht die Arbeitslosigkeit, weil ich ja ss werden wollte und dann hätte ich ja eh kein Alo-Geld mehr bekommen weil nicht mehr vermittelbar. Zudem hätte ich für Alex einen vollen KiGa-Platz haben müssen und das will ich ja gar nicht. Er soll erst nächsten Sommer für volle Vormittage in den Kindergarten. Ich habe mir vorgenommen, für die Kleinen Zeit zu haben, nicht wie mit den Großen gleich wieder arbeiten zu gehen. Einmal möchte ich auch was von meinem Kind haben.

 

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