9. Woche und vorbei

Begonnen von magic, 31. August 2009, 20:08:16

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magic

Hallo zusammen,

ich versuche gerade mit ein paar Sachen zurande zu kommen. Ich hoffe mir kann jemand bei meinen Fragen weiterhelfen und eventuell auch meine Ängste, Wut, etc verstehen.

Ich hätte eigentlich letzten Donnerstag den ersten Termin beim Arzt gehabt nach dem positiven Schwangerschaftstest. Am Dienstag sind dann leichte Blutungen aufgetreten, wobei ich mir noch nicht wirklich viel gedacht hab, am Mittwoch wurden sie schlimmer. Also beim Arzt angerufen und gefragt was ich machen soll. Die Sprechstundenhilfe meinte ich solle lieber vorbei kommen, sicher sei sicher. Nachdem ich dann knappe 3 Stunden im Wartezimmer zugebracht habe, durfte ich endlich zur Ärztin. Die hat mir dann ich glauch im ganzen dreiminütigen Gespräch 5 mal unter die Nase gerieben dass ich ja ohne Termin da bin. Nach dem ersten Gespräch war sie bei 7+1, nach der Untersuchung meinte sie dann naja ist ja erst 5+1 und keine Herztöne sichtbar. Muss aber noch nix heißen. Also von Mittwoch bis Heute absolute Bettruhe und heute wieder zum Arzt. Diesmal war meine Ärztin nicht da und ich musste zu nem Kollegen. Der begrüste mich noch in der Tür mit: "Grüßgott, sie hatten also nen Abgang". Ich war erstmal total perplex und meinte dann nur. "Naja, die Frau Doktor meinte es ist noch nicht sicher". Nach dieser Untersuchung und dem Gespräch war er auf einmal bei 9. Woche und es sind auf jeden Fall keine Herztöne erkennbar. Größe ist auch nicht mal 9. Woche usw. Mir wurde dann nur die Spritze für Rhesus-Faktor verschrieben, ne Tablette mitgegeben, Unterlagen für den Narkosearzt und für Mittwoch ein Termin für die Ausschabung ausgemacht. Und schon wurde ich wieder in die Schöne Welt entlassen.

Für den Arzt mag dass vielleicht nicht schlimm sein, mich trifft es aber. Mein Mann und ich haben uns dass Kind gewünscht. Klar haben wir noch Zeit und alles, aber damit muss man erstmal klar kommen und will nicht in 5 Minuten abgespeist werden. Weil sowas ist ja "normal"

Ich hab zur Zeit echt total unterschiedliche Gefühle, Traurig weil es nicht geklappt hat, Angst vor dem Eingriff und Wut auf die Ärzte.

Kann mich jemand von euch verstehen?

Lg Magic

lucky81

lass dich knuddeln.............also die waren ja sehr mitfühlend..............das nächste mal gehst doch besser woanders hin............

tut mir echt leid, dass du so ne traurige erfahrung machen musstest, ich wünsch dir viel kraft das schnell zu verdauen udn hoffe das du bald wieder einen positiven sst in händen hälst


ein neuer Engel bewohnt den Himmel
mein Sternchen Angel 11.02.2011 (SW 8+0)


Nana

Es tut mir sehr leid was dir die FA´s da zugemutet haben. Ich wünsche dir viel Kraft es zu verarbeiten!








Bettdeckendieb

Oh, das hast du aber ein fürchterlich "nettes" Exemplar der Gattung Arzt erwischt.

Lass dich drücken - ich glaube jeder hier weiß, was eine Fehlgeburt bedeuten kann. s-hug
Leider sehen viele Ärzte das in den ersten 12 Wochen anders - klar, viele Schwangerschaften enden in dieser Zeit in einer Fehlgeburt, aber deswegen ist es doch für (fast) jede einzelne Frau eine Tragödie.
Ich wünsche dir von ganzem Herzen, dass du über deinen Verlust hinwegkommst und drücke dir die Daumen, dass es bald wieder klappt und euer Sternchen zurück kommt.

Und wegen dem Frauenarzt: ganz ehrlich - bei dem würde ich nicht bleiben. Ich würde mir einen anderen Arzt suchen, jemanden, der gelernt hat, dass frau in so einer Situation Trost braucht.


Blondie

Hallo Magic,


ich kann dich sehr gut verstehen. Ich wurde 5 stunden nach der Geburt von Yve entlassen als wäre nie was geschehen. Die Ärzte tun nur ihre Arbeit, aber wir müssen das geschehene ein leben lang verarbeiten. Fühle dich mal  s-hug

Ich wünsche dir das du bald wieder einen positiven sst test in den händen hälst.

LG

 





Hoffnung ist nicht die Überzeugung, das etwas gut ausgeht, sondern die Gewissheit, das etwas Sinn hat, egal wie es ausgeht.

Stephanie

oh ich kann dich super verstehen...

Also an deiner Stelle würde ich den FA wechseln oder ihn echt mal darauf ansprechen ob er dieses Verhalten gut findet...

s-hug
Lass dich ganz doll drücken

Alice

Es tut mir leid das dir das passiert ist... :-[

Bei dem Doc würd ich auch nicht bleiben, würd mich da imma wohlfühlen..Ich hatte im KKh auch so ein "nettes" Exemplar von Ärztin.
O-Ton :Weinen sie etwa?
Ja.
Is doch nicht so schlimm...War doch noch kein richtiges Kind...
:-X

Lass dich mal knuddeln und ich hoffe, du hälst ganz bald wieder nen positiveb Test in den Händen!
s-hug

magic

Danke euch, dass tut gut dass ich da nicht übertrieben reagiere wegen den Ärzten. ich hoffe dass der im Krankenhaus nicht ganz so mies ist. Ich versuche schon für die Nachuntersuchung zu meiner alten Ärztin zu gehen, da muss ich zwar 60 km fahren, aber die hat man wenigstens alles fragen können und ist sich nicht vorgekommen wie ein Bittsteller oder so ein Durchgangsposten.

Man kommt sich irgendwie schäbig vor wenns dann nur heißt: ja dann kommen sie mal morgen zum Narkosearzt und dann werden sie da erfahren wann sie dran sind. Sie werden so die 3. oder 4. sein. Irgendwie wieder so ein Durchgangsposten. Ich verlang ja nicht dass man mich mit Samthandschuhen anfasst, klar an der Sache ist nix mehr zu ändern und da muss ich durch, aber ein klein bissl Einfühlungsvermögen wäre schon angebracht. Was mich am meisten trifft, ist dass ich mir 5 Tage bangen und hoffen nix falsch zu machen gespart hätte wenn die Ärztin sich letzte Woche mal mehr als ein paar Minuten Zeit für mich genommen hätte und sich dann da auch mit mir richtig unterhalten hätte. Weil so wie das Ultraschall von gestern aussah laut Arzt, hatte das schon letzte Woche keinen Taug mehr.

Naja, alles aufregen hilft ja leider nix. Also die ganze Sache morgen durchziehen und dann bloß weg von diesen Ärzten.

Im Moment kommt es mir so vor wie als wenn man dass nicht so einfach vergessen kann und wieder weitermachen, wie es einem von vielen gesagt wird. Es freut mich aber, dass hier viele nette Menschen sind, die einen aufbauen und einem auch mal sagen dass es eben doch schwierig ist und da viele Frauen dran zu knabbern haben. Da fühlt man sich nicht ganz so allein.

Danke euch allen!!!

Glückspilzi

Also sowas unsensibles. Schnüff. Tut mir echt leid für dich, an was für Fachidioten du da geraten bist. Es gibt auch echt Ärzte mit der Feinfühligkeit eines Hackklotzes!
Bestimmt sind die im Krankenhaus sensibler und kümmern sich besser um dich... ich weiß nicht wo du lebst, ob Großstadt, wo es sowas 20mal am Tag gibt... Aber das ist echt keine Entschuldigung.

Bei mir wars im Krankenhaus so, dass ich nie allein war, als mein Mann ging, setzte sich eine Schwester zu mir und nach der OP war die Ärztin bei mir, bis mein Mann mich wieder abgeholt hatte. Alle haben versucht mich abzulenken bzw. zu trösten (ok, manchmal wars auch "too much" mit der Rührseeligkeit, dann bringt einen genau DAS zum Heulen...) Auch mein Mann wurde gut betreut und man erklärte uns immer und immer wieder, dass es sicherlich krank gewesen wäre, wäre das Baby gesund gewesen, dann hätten wir es auch nicht verloren.

Das musst Du Dir auch sagen und bald bald bald bist auch du bestimmt wieder schwanger und dann geht es diesmal gut.

Lieben Gruß und toi toi toi für die OP!
(Ist wirklich nicht schlimm und du kriegst ÜBERHAUPT nichts davon mit! Schmerzen hinterher sind absolut minimal und gehen mit leichten Schmerzmitteln wieder weg (ich hab Paracetamol genommen, Buscopan geht auch). Du mußt auch nicht liegen hinterher, nur am nächsten Tag noch schonen und am besten kommt man drüber weg, wenn man sich mit irgendwas ablenkt. Wenn Du schon andere Kinder hast, unternimm was mit denen oder geh mit deinem Mann weg oder heul dich bei einer Freundin/deiner Mama aus. Es wird alles wieder gut.
Tina

magic

Danke dir. Ja, so sehe ich dass auch. Das Kleine war sicher krank und lieber so wie als wenn es viel später gewesen wäre oder das Kind ein Leben lang Probleme hätte.
Ich werde ja sehen wie die Leute im Krankenhaus so reagieren. Bin ja mal gespannt, ich glaub wenn ich an noch so ein unsensibles Exemplar gerate geh ich ihm oder ihr wohl an die Gurgel. Aber so ist das wohl aufm Land/Pseudogroßstadt.

Mein Mann hat sich morgen extra frei genommen dass er da sein kann. Mein Vater hätte mich auch gefahren aber es ist schön wenn es mein Mann tut. Ich denke ich werde die nächste Zeit wohl viel im Stall zu finden sein und viel mit meinem Mann machen. Irgendwas was ablenkt. Naja und die Pferde fehlen mir halt, jetzt war ich schon so lang nicht mehr dort. Da kann ich immer am besten die Seele baumeln lassen.

leene

Hallo magic, ich kann dich so gut verstehen. Als erstes wünsche ich dir sehr viel Kraft zum Abschied nehmen und Hoffnung fülr neue Versuche.
Mein erstes Sternchen mußte ich vor 12 Jahren in der 13 SSW gehen lassen. Dies war auch sehr schwer, weil ich ähnlich deiner Geschichte unmögliche, herzlose Ärzte hatte. Unser größten Wunder ließen nicht lange auf sich warten. Ich wurde schon 3 Monate nach der FG mit unserer großen Tochter schwanger. Sie ist die totale Entschädigung für alles Leid vorher. Dann 1,6 Jahre später kam unser zweites Wunder und nach 7 Jahren das dritte. Alle sind kerngesund und munter. Ich dachte die Familienplanung wäre abgeschlossen, doch nun wurde ich nochmal schwanger. Wir freuten uns trotz anfänglichem Schock jetzt sehr. Leider hat man bei mir letzte Woche in der 8 SSW ein Windei festgestellt. Die Diagnose wurde gestern bestätigt und ich muß am Dienstag nächste Woche zur Ausschabung. Deine Ängste kann ich also voll nachvollziehen.

Glückspilzi

Oh, Mann... so ein Mist. Noch eine im Bunde. Ich dachte nie, dass es so oft vorkommt, dass es schief geht... Aber Windei? Wie geht das?
Als Alexander unterwegs war, war ich in der 7. Woche bei der FÄ und sie konnte nur eine Fruchthöhle erkennen, aber ohne Inhalt. Wollte mich auch schon zur AS schicken, aber ich habe mir eine Woche Aufschub erzwungen. Nach dieser Woche war mit dem Baby alles bestens und jetzt sitzt er gerade neben mir und spielt mit "Lightning Mc Queen"...  :D
Die FÄ meinte im Nachhinein, er sei wohl ein "Beckenhocker" gewesen und hätte sich "versteckt".
Bei diesem Baby jetzt allerdings habe ich es gesehen, das Zwerglein, das sich nicht mehr gerührt hat und das Herz, das nicht mehr geschlagen hat. So konnte ich mich überzeugen, dass es tatsächlich nicht mehr ok war. Ich glaube, sonst hätte ich den Ärzten nicht geglaubt.
Ich kanns auch immer noch nicht glauben.
Ich bin nur froh, dass ich meine restliche Familie habe, die mich tröstet.

Magic, lass dich auch von deiner Familie trösten und vor allem von den Pferden. Wenn die dich mit großen Augen anschauen und sanft anschnauben und stuppsen, weil sie Lecker haben wollen, dann ist zumindest für den Moment alles vergessen.  :'(

Co-Co

Es ist einfach unglaublich wie manche Ärzte damit umgehen!  :'( Ich glaube, dass es auch für die Ärzte nicht leicht ist, wenn sie eine AS machen müssen, aber so herzlos sollten sie dennoch nicht werden!
Ich wünsche Dir (und natürlich auch leene) ganz viel Kraft für die nächste Zeit! Sorgt für positive Ablenkung! Und hoffentlich erfüllt sich der Kinderwunsch dann ganz bald mit einem gesunden Baby!




Sweety

Liebe magic!

Laß dich erstmal ganz fest umarmen.
Viele hier kennen dieses Trauma. Ich auch.

Selbst mit einem mitfühlenden Arzt ist das schwer zu verwinden, besonders wenn es ein Wunschkind ist.

Den Arzt, bei dem du warst, sollte man gegen die Wand klatschen.
Klingt fies, ist aber so.
Sowas geht auch ganz anders. Jeder FA weiß eigentlich, was für tiefer seelischer Einschnitt so eine Sache ist, vom körperlichen mal ganz abgesehen.
Ich könnte Knochen kotzen.
Da zählt auch nicht, daß es für Ärzte vielleicht nicht leicht ist. Ich kenne genug Ärzte privat, um zu wissen, daß das für sie meist ein Eingriff ist wie jeder andere. Die meisten haben trotzdem genug Empathie, daß es für die betreffende Frau eben genau das nicht ist.

Laß dich von deiner Familie trösten, aber schieb die Trauer nicht beiseite. Sie zu durchleben kann dich auch stärker machen. Mein Sternchen hat mir auch die schöne Erkenntnis mit auf den Weg gegeben, daß unser Kinderwunsch keine Seifenblase ist und vor allem hat es mir gezeigt, wie stark die Beziehung zu meinem Mann wirklich ist. Daß wir glücklich miteinander sind, wußte ich schon vorher, daß Leid uns nicht auseinanderbringt, sondern uns noch stärker macht, weiß ich seither. Vor allem, weil er mir keine Vorwürfe gemacht hat (ich hatte mir durch eigenes unvorsichtiges Verhalten eine Infektion eingefangen und an der Entzündung ist das Kleine gestorben), sondern mich im Gegensatz gestützt und immer an unsere Familie geglaubt hat.

Das ist natürlich kein Trost, ich weiß. Und so zeitnah erst recht nicht. Aber später... wer weiß.
Vielleicht schenkt dein Sternchen dir auch von "dort drüben" aus mal eine Erkenntnis.

Ich würde dem Arzt auch sagen, was ich von seinem Verhalten halte. Ohne Brüllen oder so. Manchmal hilft das.

Ich wünsch dir ganz viel Kraft.


magic

Ich danke euch allen so sehr und fühle auch mit allen anderen mit die sowas durchmachen mussten.

Ich war vorhin beim Narkosearzt. Der ist eigentlich ganz in Ordnung. Er war sehr freundlich und so, also mal schauen. Im Moment hoffe ich noch um die ganze Aktion rum zu kommen. Ich hatte vor einer Stunde ziemlich heftige Krämpfe und es hat stark geblutet. Gerade eben hab ich dann einen etwa traubengroßen Pfropfen im Slip gehabt. Da drin war was was stark nach Embryo ausgeschaut hat. Mir ist echt schlecht und im Moment gehts mir nicht wirklich gut.

Glaubt ihr dass das schon alles war?

Glückspilzi

Heb das bloss auf, was du da gefunden hast und nimm es mit zum Arzt.
Eine Bekannte hatte das Gleiche und ist so tatsächlich um eine AS herum gekommen. Sie hat das "etwas" aufgehoben und es konnte autopsiert werden oder wie das heißt. Und dann war klar, dass da nichts mehr in der Gebärmutter war. Dann muss es aber noch ziemlich klein gewesen sein, sonst wäre das etwas nicht allein raus gekommen. Die Öffnung, der Muttermund ist immerhin nur stecknadelkopfgroß!

Aber selbst wenn du um die AS nicht herum kommst, es ist wirklich nicht schlimm und nichts, wovor man Angst haben muss. Ich hatte vorher auch den Horror, da ich noch nie eine Narkose hatte und hatte echt Schiss. Und dann kriegst du eine Tablette, dann ist dir eh alles sch...egal. Du wirst im OP an der Hand angestöpselt und dann bist du praktisch sofort echt weg. Wenn du wieder aufwachst, ca. eine dreiviertel bis eine Stunde später, dann merkst du wirklich rein gar nichts.
Also toi toi toi!

Lori+Annika+Nico

Mensch, erstmal tut mir wahnsinnig leid, dass ihr euren Schatz gehen lassen musstet und dann fehlen mir einfach nur noch die Worte, wie unsensibel mit dir umgegangen wurde! Unfassbar  :'(

Ich selber habe im Mai eine FG gehabt und beide Ärzte aus der Praxis waren sehr einfühlend und ja - sogar selber richtig traurig ...

So wie du das beschreibst, dieser Pfropfen, ich denke, das war die Fruchthülle, so war es bei mir auch, ich habe es auffangen können  :'( Es ist ganz ganz schlimm, was ihr jetzt durchmachen müsst und ich wünsche euch viel Kraft und Stärke und hoffe auch, dass ihr bald wieder den Mut habt, es erneut zu probieren und euer Sternchen wieder zurückkommen wird! Alles Gute für die AS und für die kommende Zeit

Lori  :-*
Wir vermissen dich so sehr * 05/09




magic

Danke euch allen für die lieben Worte. Die AS hab ich ganz gut überstanden. Die Schmerzen usw halten sich in Grenzen, bin eigentlich wieder ganz fit. Vor der Narkose hab ich nicht wirklich schiss gehabt, da bin ich schon "Profi" drin, hab schon genug Eingriffe hinter mir in den letzten Jahren. Mir gings hauptsächlich um den Eingriff an sich. Jetzt ist es vorbei und dass Leben geht weiter.

Die Ärzte im Krankenhaus waren zwar ganz nett, aber zu dem Thema selbst hat keiner was gesagt. Auch die Schwestern haben versucht die ganze Sache einfach nicht anzusprechen. Ich weiß halt nicht ob ich dass gut oder schlecht finden soll. Kurz nach der OP hat mir dann eine Schwester eine Broschüre in die Hand gedrückt in der dass Krankenhaus sein Beileid ausspricht und halt beschreibt dass alle Sternchen in einem Gemeinschaftsgrab bestattet werden und dass zweimal im Jahr ein Gottesdienst ist. Dann hat sie noch meine Adresse aufgeschrieben und war wieder weg. Danach hatten die Ärzte noch ein paar Minuten Probleme und wussten nicht ob sie mir jetzt die Rhesus Spritze gegeben haben oder nicht. Ich konnte dazu ja nicht viel sagen, hab ja geschlafen.

Die Nachuntersuchung werde ich ein bisschen länger als eine Woche ziehen und zu meiner alten Frauenärztin gehen. Mal schauen ob die damit anders umgeht. Ich weiß auf jeden Fall dass ich so schnell wie möglich wieder normal weitermachen will. Ich kann ja eh nix dran ändern. Ich will auf jeden Fall von der Ärztin von oben bis unten durchgecheckt werden wenn ich da irgendwelche Tests selbst bezahlen muss, ist mir dass egal. Um mal ein bisschen auf andere Gedanken zu kommen werden mein Mann und ich erstmal ein paar Tage in Urlaub fahren und dann schauen wir weiter was die Familienplanung angeht.